Junge Industrie: Pensionspolitik eine "Verhöhnung der Jugend"

JI-Vorsitzende Niss: Andauernde Realitäts- und Reformverweigerung führt direkt in den Generationenkonflikt - "Schönreden" im Pensionsbereich zu Lasten der Jungen

Wien (OTS) - Die aktuelle Pensionspolitik in Österreich gerate immer mehr zu "einer unerträglichen Verhöhnung der Jugend - jeder weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Die Schönrederei muss endlich ein Ende haben", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, angesichts der jüngsten, langfristigen Prognosen der Pensionskommission. Die "Reformverweigerer - von Gewerkschaften bis hin zu den Pensionistenverbänden - führen uns mit ihrer Realitäts-und Reformverweigerung langsam aber sicher hin zu einem wirklichen Generationenkonflikt", so Niss: "Warum sollten die jungen und kommenden Generationen die Zeche für die Verweigerung der aktuellen Politik zahlen? Ist es fair, dass - streng nach Umlageverfahren - wir für die aktuellen Frühpensionen und Pensionsprivilegien Länge mal Breite zahlen und in Zukunft auch noch den entsprechenden Schuldenberg ernten?" So sei nun auch der Mythos widerlegt, die sinkenden Beamtenpensionen würden die steigenden Kosten auf lange Sicht ausgleichen. "Die Pensionen mögen ja sicher sein, aber nur finanziert durch steigende Schulden und damit zu Lasten der Jugend. Welche Studien, Expertenmeinungen oder Mahnungen, etwa der OECD, braucht unsere heimische Politik denn noch, um endlich die Realität zu akzeptieren?"

Die "Reförmchen" der vergangenen Jahre seien bei weitem nicht ausreichend, es brauche endlich eine spürbare Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters: "Warum sollte eine Erhöhung der Beschäftigungsquote Älterer, wie etwa in Deutschland, bei uns in Österreich unmöglich, oder gar unsozial sein? Die wahren 'apokalyptischen Reiter' sind sicherlich nicht jene, die hier Reformen fordern, sondern jene, die mit den immer gleichen Phrasen die Menschen einschläfern wollen." Es sei außerdem sicherlich nicht so, dass längeres Arbeiten nicht zumutbar sei: "Das faktische Pensionsantrittsalter lag in den 70er-Jahren höher als heute, 1970 etwa bei 61,2 Jahren. Warum sollte heutzutage längeres Arbeiten nicht zumutbar sein?" Der gern geäußerte Vorwurf, es seien an allem ja sowieso nur die Unternehmen schuld sei ein "reines Ablenkungsmanöver und alles andere als richtig", wie die JI-Vorsitzende betonte. Man müsse nun an allen verfügbaren Schrauben drehen, etwa auch beim gesetzlichen Antrittsalter für Frauen. Es müsse jedenfalls endlich zu einem Umdenken in der Pensionspolitik kommen: "Wenn der 'neue Stil' einer neuen Bundesregierung weiteres Schönreden sein soll, dann hat die Mehrheit der 'großen' Koalition sicherlich ein Ablaufdatum."

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