Bundesheergewerkschaft: Was Rekruten unter Attraktivierung des Grundwehrdienstes verstehen

Die WLAN-Million oder wie ich damit Gutes tun kann

Wien (OTS) - Wie schon des Öfteren muss die Bundesheergewerkschaft dem jeweiligen Bundesminister für Landesverteidigung auf die Sprünge helfen, so Manfred Haidinger, Präsident der Bundesheergewerkschaft. So diesmal Minister Klug, der sich darauf versteift, dass die Rekruten unbedingt ein Gratis-WLAN brauchen und sofort 1 Million Euro zur Verfügung stellt. Die Umfragen der Bundesheergewerkschaft unter den Grundwehrdienern zeichnet ein ganz anderes Bild.

O-Ton eines Rekruten: "Weder der Dienst, noch der Umgangston, stört mich, aber was mich stört, ist wenn es 4 Wochen keinen Bekleidungstausch gibt, weil in der Bekleidungskammer nichts mehr ist, oder wenn ich Bekleidung nehmen muss, die nicht passt, oder wenn kaputte Handschuhe ausgegeben werden, weil keine anderen mehr vorhanden sind, oder wenn die Matratzen mehr Flecken haben, als ein Dalmatiner, oder wenn es 3 Tage keinen Kopfpolster gibt, oder wenn ich auf zerfetzten Leintüchern schlafen muss, oder wenn ich Samstag Dienst machen muss nur um beim Tag der offenen Tür die Kaserne zu füllen, oder wenn ich 1 3/4 Stunden Angelobung in eisiger Kälte über mich ergehen lassen muss, nur damit sich Politiker selbst loben können.

Ich kann diesen Rekruten und die viele andere Rekruten verstehen und ihre Probleme nachvollziehen und auch bestätigen. Seit langem, so Haidinger, fordern wir schon, dass zumindest die Grundbedürfnisse der Rekruten und das sind zumindest die Bekleidung, die Ausrüstung und das Unterkunftsgerät in einen neuwertigen Zustand gebracht werden. Würde Minister Klug seine WLAN- Million für Ausrüstungsgegenstände verwenden, könnten alle Rekruten eines Einrückungsjahres neue Feldschuhe anziehen- zur Zeit müssen sie in gebrauchte Schuhe steigen. Oder mit der WLAN-Million könnte Klug die Rekruten der nächsten 2 Jahre mit den zum Kampfanzug gehörenden Lederhandschuhen ausstatten. Mit der WLAN-Million könnte Klug sofort alle Matratzen des Bundesheeres erneuern, da kämen nicht nur die Rekruten sondern auch das Kaderpersonal zum Zug. Mit der WLAN-Million könnte Klug für die nächsten 4 Jahre alle Rekruten mit neuen Leintüchern ausstatten. Diese Liste könnte ich noch sehr lang fortschreiben, so Haidinger. Mein Appell an den Bundesminister, zuerst die nötigsten Bedarfe der Rekruten decken und erst dann, wenn alles zur Zufriedenheit steht, die "Just for Fun" Bedarfe decken. Es geht hier um unsere Rekruten und nicht um die Werbewirksamkeit für das Bundesheer. Behandeln sie die Rekruten richtig und statten sie die Rekruten ordnungsgemäß aus, werden diese die besten Werbeträger für das Bundesheer sein. Tun sie es nicht, werden die heutigen Rekruten die Stimmen gegen die Wehrpflicht in den nächsten Jahren sein. Ich hoffe doch, das werden sie nicht wollen, so Haidinger abschließend.

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