Stronach: Parlament ist ein Ort zum Nachdenken, Umdenken und Zuhören

Bürger müssen stärker in den demokratischen Prozess eingebunden werden

Wien (OTS) - "Das Hohe Haus, dieses ehrenwerte Haus ist nicht nur ein Ort zum Nachdenken, sondern vor allem zum Umdenken. Deshalb sollten wir es in der Politik wie im Leben halten: Wenn etwas nicht funktioniert in der Familie oder in der Firma, weiß man, dass man ein Problem hat und dieses gilt es zu lösen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns hier im Parlament in konstruktiver Weise alle Meinungen anhören, um die beste Lösung zu finden. Denn wir haben die Verpflichtung, das Beste für die österreichischen Bürger zu tun", sagte Parteiobmann und Nationalratsabgeordneter des Team Stronach, Frank Stronach, in der heutigen konstituierenden Sitzung des Nationalrats.

Stronach nannte die vier wichtigsten Themen, die ihm die größten Sorgen bereiten und auf die sich das Team in seiner politischen Arbeit vordringlich konzentrieren wolle:

"Zum ersten brauchen wir ein ausgeglichenes Budget mit einem kleinen Überschuss, damit wir endlich unsere Schulden zurückzahlen", forderte Stronach. Es könne nicht sein, dass jedes Kind in Österreich mit einem Schuldenstand von 30.000 Euro auf die Welt komme. Des Weiteren gelte es die Verwaltung auf zivilisierte Weise abzubauen -realistisch sind fünf Prozent pro Jahr - um international wettbewerbsfähig zu bleiben. "Wir leben in einem globalen Wirtschafstraum, auch wenn das manche nicht wahrhaben wollen", erinnerte Stronach.

Drittens gehörten die Steuergesetze vereinfacht und von Privilegien und Schlupflöchern befreit. "Es darf nicht sein, dass ein Bürger vor der Steuerprüfung Angst haben muss", so Stronach. Das Wichtigste für die Unternehmen sei aber der Grundsatz, dass jene Firmen, die ihren Profit in Österreich investieren, nur mehr 10 Prozent an Steuern bezahlen sollen und dieses Geld an ihre Arbeiter bzw. Angestellten auszahlen können. "Da die arbeitende Bevölkerung den größten Prozentsatz am Steueraufkommen abliefert, ist es auch ihr moralisches Recht, einen Teil des Profits zu erhalten, die sie durch ihren Fleiß erwirtschaftet hat. Dieses Geld kommt dann wieder in den Konsum und kurbelt die Wirtschaft an", erklärte Stronach den Vorteil dieses Konzepts.

Der Stärkung der Demokratie und der Stimme der Bürger galt der vierte Punkt: "Das Mandat eines Politikers ist es gewählt und wiedergewählt zu werden, und dieser Kreislauf schädigt die Demokratie", mahnte Stronach. Nur durch die Einrichtung eines Bürgerrats und die demokratische Wahl von 50 Bürgervertretern für ganz Österreich, könne dieser Zyklus durchbrochen werden.

"Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Parteienvertretern, von denen viele mit Idealismus dabei sind", sagte der Parteiobmann des Team Stronach abschließend und bedankte sich für die neun Minuten Redezeit, an die er sich auch genau hielt. "Es ist wichtig zuzuhören!", riet er auch allen Bürgern, die die Live-Übertragung der Sitzung mitverfolgt haben.

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