Mit der Rücklage in Vorlage - Zum Weltspartag Armut "ersparen"

Wien (OTS) - Ergebnisse Pressegespräch vom 29.10.2013
Café Griensteidl, Michaelerplatz 2, 1010 Wien

mit
Peter Püspök, Vorstandsvorsitzender Oikocredit Austria und
Wilhelm Rasinger, Interessensverband für Anleger, IVA

Infos: www.oikocredit.at
Presselink: http://www.oikocredit.at/presse

Peter Püspök: Welthungerzahlen müssen differenziert betrachtet werden. Die Zahl der hungernden Menschen sei seit 1990 um rund 34 Prozent gesunken - 2013 müssen dennoch 842 Millionen Menschen hungern. Laut FIAN geht der Rückgang der Hungernden zu 80 Prozent auf die Situation in China und Vietnam zurück. In den 45 ärmsten Ländern jedoch sind die Armutszahlen um 25 Prozent - das sind 50 Millionen Menschen - gestiegen. "Die Definition der FAO sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen", betont Püspök: "Hungernde sind Menschen, die ein Jahr am Stück hungern."

Das Drama der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: "Die Probleme Afrikas rücken uns nahe und wir sind mit Elend konfrontiert, das wir eigentlich nur vom Wegschauen kennen. Oikocredit ist bemüht, das Engagement in Afrika zu verstärken: "Ich sage ausdrücklich: Die Mikrofinanz ist kein Allheilmittel, sondern nur ein Aspekt, ein Baustein der Entwicklungszusammenarbeit. Wir können mit Mikrokrediten nicht die strukturellen Probleme von Armutsländern beheben, aber wir können das Leben einiger Menschen zum Besseren wenden. Viele unserer KreditnehmerInnen können mit kleinen Anschubfinanzierungen aus eigener Kraft der Armut entfliehen", so Püspök.

Mindestsicherung heißt für uns, dass jeder auch die Chance hat, wirtschaftlich etwas zu tun", so Püspök. Mit einer Geldanlage ab 200 Euro bei Oikocredit können die Anleger und Anlegerinnen das ermöglichen und eine große soziale Wirkung erzielen. Dabei handelt es sich nicht um eine Spende, sondern um eine Investition in eine realwirtschaftliche Anschubfinanzierung. Benachteiligte Menschen werden in sogenannten Entwicklungsländern gestärkt und zu gleichberechtigten Partnern.

Wilhelm Rasinger: Sparer werden enteignet "Österreichs Anleger befinden sich derzeit in einer prekären Situation. Wir haben noch immer eine relativ hohe Sparquote von 5%. Wenn man heute risikolos veranlagen möchte, wie z. B. in deutschen Bundesanleihen, erhält man 0,5% Rendite p.a., was einen Realwertverlust bedeutet, oder anders gesagt: Sparer werden enteignet.

Geldanlage mit sozial nachhaltiger Wirkung. Die soziale Entwicklung steht im Vordergrund. Rasinger glaubt, dass das Interesse für sinnvolle Geldanlagen, wie sie Oikocredit anbietet, im Steigen begriffen ist: "Der soziale Nutzen steht im Vordergrund und nicht eine Rendite. Das Geld hilft damit auch anderen.

Realwirtschaft / Risikostreuung: "Was mir bei Oikocredit gut gefällt, ist die Verwendung des Geldes für wirtschaftlich sinnvolle Projekte vor Ort, verbunden mit einer starken Risikostreuung. (70 Länder, 849 Projektpartner und 28 Mio. erreichte Menschen). "Außerdem kann Oikocredit auf eine gute Reputation von über 38 Jahren Tätigkeit hinweisen. Zusammenfassend: Es gibt Anlagen mit wesentlich höherem Risiko, aber entscheidend ist, dass diese Institution über einen langen Zeitraum bewiesen hat, das ihr anvertraute Geld verantwortungsvoll einzusetzen", so der Experte.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Helmut Berg
hberg@oikocredit.at
Tel.: 0680 3133693

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