ÖGB-Foglar zu Metallerabschluss: Kaufkraft gesichert, Verantwortung gezeigt

Arbeitszeitthema seriös und losgelöst verhandeln, Arbeitszeit besser verteilen

Wien (OTS/ÖGB) - "Mit dem gestrigen Abschluss haben die Gewerkschaften hohe Verantwortung bewiesen", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar zu den abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen für die 120.000 Beschäftigten der Maschinen- und Metallwarenindustrie. "Die Erhöhungen, die deutlich über der Inflation liegen, stärken die Kaufkraft, das sichert den Lebensstandard der ArbeitnehmerInnen, und das nutzt natürlich auch der Wirtschaft. Das sozialpolitisch wichtige Ziel, die niedrigeren Einkommen stärker anzuheben, ist den Gewerkschaften ebenfalls gelungen."

Dass die Gewerkschaften zuletzt Druck aufgebaut hätten, um zu akzeptablen Ergebnissen zu gelangen, kann Foglar nachvollziehen, der ÖGB-Bundesvorstand hatte dem Streikantrag letzte Woche zugestimmt. "Es gibt in Verhandlungen immer kritische Phasen. Es hat sich aber auch diesmal gezeigt, dass die heimischen Gewerkschaften mit dem Instrument des Streiks sehr verantwortungsvoll umgehen. Ziel war es immer, einen guten Abschluss für die Kolleginnen und Kollegen zu erreichen, das ist gelungen."

Foglar begrüßt die zum Thema Arbeitszeiten gefundene Vorgangsweise, konkret die Trennung dieser Diskussion vom aktuellen Abschluss. Auch die Gewerkschaften seien an einer Diskussion über die bessere Verteilung der Arbeitszeiten interessiert und hätten bereits im Frühjahr Vorschläge auf den Tisch gelegt, so Foglar. "Die einen haben überlange, gesundheitsschädigende Arbeitszeiten, andere bekommen nur Teilzeitjobs oder arbeiten mit All-In-Verträgen quasi auf Abruf, das ist ein Ungleichgewicht, über das man dringend reden muss." Dass in die Diskussion gebrachte Zeitwertkonto entspreche allerdings nicht der Vorstellung des ÖGB von Flexibilisierung. Foglar: "Jede Stunde auf dem Zeitwertkonto fehlt am Ende am Bankkonto."

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