FMMI: Kollektivvertrag nach fünfter Verhandlungsrunde fixiert

Maschinenbauer erzielen Durchbruch bei Arbeitszeitthema

Wien (OTS) - Die fünfte Runde der KV-Verhandlungen endete mit einem KV-Abschluss der Maschinen & Metallwaren Industrie. Das vereinbarte Paket besteht aus zwei wesentlichen Teilen: einer gestaffelten Anhebung der Löhne und Gehälter von durchschnittlich 2,8 % und einem verbindlichen Fahrplan zur Detaillierung eines neuen, zeitgemäßen Arbeitszeit-Modells für die Branche. Diese eigenständige Branchenlösung bedeutet für den FMMI einen Durchbruch bei der dringend nötigen Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Nach fünf Verhandlungsrunden konnten sich die Sozialpartner auf ein KV-Paket für die Branche der Maschinen & Metallwaren Industrie, gültig ab 1.11.2013, einigen:

1. Die KV- und Ist-Löhne bzw. -Gehälter der Branche werden gestaffelt erhöht: Von 2,5 % in der höchsten Einstufungsgruppe K bis 3,2 % in der Gruppe A (bei den Mindestlöhnen bzw. -gehältern in der jeweils niedrigsten Einstufung). Durchschnittlich beträgt die Erhöhung damit 2,8 %. Die Erhöhung bei Zulagen und Aufwandsentschädigungen beträgt 2,1 %, bei den Lehrlingsentschädigungen 2,85 %.
2. Zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung (Stichwort "Zeitkonto") wurde folgende Vereinbarung getroffen: Im neuen Kollektivvertrag ist ein verbindlicher Fahrplan für die Formulierung eines neuen Arbeitszeit-Modells fixiert. Es werden umgehend, heuer noch beginnend, Verhandlungstermine fixiert, um bis längstens 30. Juni 2014 die Neugestaltung der kollektivvertraglichen Arbeitszeitverteilung unter neuen Rahmenbedingungen zu finalisieren. Das Modell soll einfach administrierbar sein und auf betriebliche Notwendigkeiten wie Konjunkturzyklen, kurzfristige Auftragsschwankungen und Kosten eingehen.
Der Fahrplan räumt ausreichend Zeit ein, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, gewährleistet aber gleichzeitig, dass das Arbeitszeitmodell noch vor den nächsten KV-Verhandlungen implementiert ist.

"Wir sind mit diesem Ergebnis zufrieden. Dieser Lohn- und Gehaltsabschluss ist gerade noch vertretbar. Beim Thema Arbeitszeit sind wir außerdem einen Riesenschritt weiter gekommen", erklärt Christian Knill, Obmann des FMMI. Im Unterschied zu den unverbindlichen Absichtserklärungen der letzten Jahre hat der FMMI heuer einen im KV festgehaltenen Fahrplan mit einem verbindlichen Stichtag vereinbart. "Damit können wir für unsere Mitglieder innerhalb des nächsten halben Jahres eine allgemein akzeptierte Branchenlösung für das immer brennendere Auslastungsthema erarbeiten und als FMMI eine jahrelang heftig diskutierte Standortfrage lösen", so Knill abschließend.

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren, die im Jahr 2012 gemeinsam einen Produktionswert von 34,6 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt mit über 1.200 Unternehmen und rund 120.000 Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb und Arbeitsplätze zu sichern.

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