Neuer SPÖ-Klubvorsitzender - Kanzler Faymann: Andreas Schieder hat die richtigen Voraussetzungen für diese Position

Andreas Schieder zum neuen SPÖ-Klubvorsitzenden bestellt

Wien (OTS/SK) - Die sozialdemokratische Fraktion im Parlament hat Andreas Schieder am Montag mit 87,8 Prozent der Stimmen zum SPÖ-Klubvorsitzenden bestellt. SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann betonte in einer Presskonferenz nach der Klubvollversammlung:
"Ich bin überzeugt, dass die Abgeordneten mit Andreas Schieder jemanden zum Klubvorsitzenden bestellt haben, der hohe Fachkenntnis und politische Fähigkeiten in Bezug auf die wichtigen und drängenden Fragen unserer Zeit hat", sprach der Kanzler Schieders bisherigen Arbeitsschwerpunkt und seine Erfahrungen als Finanzstaatssekretär in der Wirtschafts- und Finanzpolitik an. Der Kanzler bescheinigte Andreas Schieder "die richtigen Voraussetzungen". Andreas Schieder brachte seine Freude über die neue Herausforderung in der Position des SPÖ-Klubvorsitzenden zum Ausdruck: "2006 habe ich als Abgeordneter im Hohen Haus begonnen und jetzt kehre ich als Klubobmann der stärksten Fraktion zurück." Von den 52 SPÖ-Abgeordneten sei über ein Viertel neu im Parlament, wovon sich Schieder ein "tolles Reservoir frischer Ideen" verspricht, gepaart mit den Erfahrungen der bisherigen Abgeordneten. ****

Dem bisherigen Klubobmann Josef Cap, der nun als stellvertretender Klubvorsitzender fungieren und für die Zukunftsakademie am Renner Institut tätig sein wird, sprach Faymann seinen Dank aus und würdigte seine Verdienste. "Wenn man etwas Neues vorschlägt, bedeutet das nicht gleichzeitig ein schlechtes Urteil über Bisheriges", sagte Faymann. Es handle sich einfach um eine Generationenablöse.

Schieder betonte, dass er gerne auf die 30-jährige Erfahrung Josef Caps, der beratend zur Verfügung stehe, zurückgreifen werde. "Die Herausforderungen in der Politik werden größer", sagte Schieder, der es als seine Aufgabe sieht, das Ansehen der und Verständnis für die Politik wieder zu steigern. Prozesse müssten erklärt werden - etwa in Diskussionen, die eine Bereicherung und kein Streit seien.
Schieder betonte darüber hinaus die Notwendigkeit zur Kompromissbereitschaft und sprach sich dafür aus, "Lösungen für unser Land zu finden". Dazu gehöre es, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu bewältigen. "Ich freue mich auf diese Aufgaben und über den Zuspruch im Klub, der ein Ansporn für mich ist", sagte Schieder, der zuversichtlich ist, mit den Klubobleuten der anderen Fraktionen eine gute Basis zu finden. Grundvoraussetzung dafür sei, die parlamentarische Arbeit im eigenen Klub bestmöglich zu organisieren.

Des Weiteren wurde bei der Klubvollversammlung bestätigt, dass Barbara Prammer wieder für das Amt der Nationalratspräsidentin aufgestellt wird, "ich drücke ihr die Daumen für die morgige Wahl", sagte der Bundeskanzler. (Schluss) bj/ps

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