Blecha: Brauchen keine neue Pensionsreform, sondern eine Reform der Arbeitswelt!

Dass Frauen ab 45 und Männer ab 50 Jahren für einen großen Teil der Wirtschaft als zu alt gelten, ist eine Schande!

Wien (OTS/SK) - "Das Pensionsantrittsalter steigt bereits, aber die ab 2014 in Kraft tretenden Maßnahmen (z.B. Reform der Invaliditäts-Pension, das einheitliche Pensionskonto, das 'fit2work'-Programm) werden es weiter steigen lassen", erklärte heute, Montag, Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), im Vorfeld der Sitzung der Pensionskommission bei Informationskonferenzen der Pensionisten. ****

Blecha erinnerte daran, welche Maßnahmen in letzter Zeit eingeführt oder per 1.1.2014 beschlossen wurden:

  • Gesundheitsstraße
  • Sperrfristverlängerung
  • Berufsschutzverschärfung
  • Anhebung des relevanten Alters für den Tätigkeitsschutz
  • Paket zur Invaliditätspension
  • Projekt "fit2work"
  • Änderung der Wartezeit bei der Korridorpension sowie Erhöhung des Abschlages auf 5,1 Prozent
  • Änderungen bei den vorzeitigen Alterspensionen
  • Einführung des Pensionskontos/Kontoerstgutschriftsmodell

Für Blecha steht fest: "Wir brauchen keine Pensionsreform, sondern altersgerechte Jobs. Für den großen Teil der Wirtschaft gelten Frauen ab 45 und Männer ab 50 Jahren als zu alt. Eine Schande! Wir brauchen vorrangig Arbeitsplätze für ältere Menschen, die ihrer Erfahrung, ihren Kenntnissen, aber auch ihrer Belastbarkeit gerecht werden. Eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters muss abgelehnt werden, solange es keine Reform der Arbeitswelt gibt. Das würde nur zu höherer Arbeitslosigkeit und zu geringeren Pensionen führen, weil die Beschäftigten unschuldigerweise mit höheren Abschlägen bestraft würden. Unerlässlich ist ein Bonus-Malus-System auch für die Dienstgeber: Es soll jene Unternehmen belohnen, die ältere Dienstnehmer in Beschäftigung halten oder neu einstellen und jene zur Kasse bitten, die das nicht tun."

"Ein Gutachten bis zum Jahr 2060 ist reines Kaffeesudlesen. Wer kann heute seriös sagen, wie Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Wachstum und Produktivität in 47 Jahren sein werden? Wir sind HEUTE besser als das Gutachten 2003/2004 prognostiziert hat. Die mittelfristigen Daten zeigen, dass wir bis 2030 besser als die Ziele im Referenzpfad liegen", so Blecha, der abschließend betont: "Es wird hier wieder bewusst Panik verbreitet. Die Panikmacher sind in die Schranken zu weisen. Die Pensionisten haben es satt, immer als Sündenböcke dazustehen!" (Schluss) sc/mp

Rückfragehinweis: GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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