Kadenbach: Weitere Schritte zu mehr Patientensicherheit

Höhere Standards bei Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostik beschlossen

Wien (OTS/SK) - "Heute wurden im EU-Parlament in Straßburg zwei wichtige Berichte abgestimmt, die die Sicherheit für Patienten verbessern. So soll die Zulassung und Kontrolle von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika verschärft werden", erläutert die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. So soll es künftig stichprobenartige Überprüfungen für Hochrisiko-Produkte und erstmals unangekündigte Kontrollen bei den Herstellern von Medizinprodukten geben. ****

Sie verweist darauf, dass vor allem der Skandal um französische Brustimplantate dazu geführt hat, dass nun von Seiten der EU weitere Maßnahmen gesetzt wurden. "Es ist wichtig, alles Notwendige zu unternehmen, um den Patienten die Sicherheit zu geben, dass in allen Bereichen der medizinischen Versorgung in ganz Europa höchste Standards zur Anwendung kommen", betont Kadenbach, Mitglied im Gesundheitsausschuss.

Verbessert wurden auch die Regeln für die Wiederaufbereitung von Medizingeräten. Derzeit gibt es in der EU Mehrweggeräte und Einweggeräte, die dennoch wiederaufbereitet werden. In Zukunft wird es eine Liste mit Einwegprodukten geben, deren Wiederaufbereitung verboten ist. Alle anderen Produkte dürfen - nun mit höheren Standards - wieder aufbereitet werden.

Ebenso wird die Sicherheit für Patienten bei Produkten verbessert, die zum Beispiel für DNA-Untersuchungen und HIV-Tests verwendet werden. "Das EU-Parlament verlangt hier die Regeln für genetische Beratung, die Einrichtung einer Ethikkommission und die freie Einwilligung von Patienten nach vorheriger Aufklärung", sagt Kadenbach. (Schluss) bj

Rückfragen & Kontakt:

Sabine Weinberger, SPÖ-EU-Delegation, Tel.: 0043 1 40110 3612, e-mail: sabine.weinberger@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003