IWO: Nur ein ausgewogener Energiemix sichert Österreichs Energieversorgung nachhaltig

Nationale Energieautarkie ist weder technisch noch wirtschaftlich umsetzbar

Wien (OTS) - Energieexperten aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich am Montag, den 21. Oktober, auf Einladung des IWO im Wiener Hotel Kempinski eingefunden. Dabei haben die folgende Referenten über die heimische und europäische Energiezukunft breit diskutiert:

  • DI Wolfgang Anzengruber Vorsitzender des Vorstands der VERBUND AG
  • Rudolf Eigl Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe EIGL
  • DI Dr. Christian Rakos Geschäftsführer proPellets Austria
  • DI Christian Schönbauer Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Sektionschef für Energie und Bergbau
  • emer. O. Univ.-Prof. Dr. Gero Vogl Universität Wien, Fakultät für Physik
  • DI Dr.Susanna Zapreva Mitglied der Geschäftsführung Wien Energie

Die Fossilen bleiben uns erhalten

Der sorgsame und effiziente Umgang mit Rohstoffen und besonders mit fossilen Energieträgern ist zweifelsohne ein Gebot der Stunde. Optimistische und gleichzeitig realistische Prognosen lassen nicht darauf schließen, dass eine vollständige Energieautarkie überhaupt erreicht werden kann. Ganz im Gegenteil. Hervorgehoben wurde, dass die Herausforderungen vor denen unsere Energieversorgung steht, national gar nicht erreichbar sind, weil sie wenn überhaupt nur im Rahmen einer europäischen Zusammenarbeit lösbar sind.

Ebenso wurde betont, dass die erneuerbaren Energie zwar eine immer größere Rolle spielen, gleichzeitig aber Rohstoffe wie Öl und Gas noch für viele Jahrzehnte zur Verfügung stehen werden. Auf die Aussage von Sektionschef Schönbauer konnten sich alle Diskutanten einigen: "Wir werden nicht in eine Situation kommen in der uns Öl oder Gas in den nächsten 20-30 Jahren ausgehen werden. Ob wir diese Rohstoffe dann aber noch genauso nutzen ist eine andere Frage." Rudolf Eigl, Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe EIGL, zeigte auf, dass die seit Jahrzehnten betriebene Angstmache vor dem Peak Oil nicht mehr haltbar sei.

Großes Einsparungspotential im Raumwärmebereich

Laut Susanna Zapreva kommt beim Thema Energieeffizienz der Raumwärme eine weitaus größere Bedeutung zu, als beispielsweise der Stromgewinnung. Sanierungen im Raumwärmebereich haben daher ein besonders hohes Einsparungspotential. Auch wenn sich die Teilnehmer prinzipiell bei der Sinnhaftigkeit von öffentlichen Förderungen einzelner Energieträger uneinig waren, so konnte man dann doch überein, dass die private Förderaktion der Heizen mit Öl GmbH bisher einen riesigen Beitrag zur Energieeinsparung im Raumwärmeberich geleistet hat und noch leisten wird.

Realistische Ziele setzen - Verbote vermeiden

Prof. Vogl, von der Universität Wien wünscht sich in der gesamten Diskussion um die Zukunft der Energieversorgung mehr Realismus und bessere Aufklärung der Bevölkerung: "Die Verantwortlichen sollen realistische Ziele nennen und die religiös-anmutende Heuchelei um Energieautarkie soll endlich aufhören". DI Dr. Christian Rakos sprach sich in diesem Zusammenhang klar gegen Verbote einzelner Energieträger aus. Denn ein gelungener Energiemix ist die einzig vernünftig realisierbare Zukunft für Österreich und Europa.

Über IWO-Österreich

Das IWO-Österreich, Institut für Wärme- und Oeltechnik, ist eine zentrale Informations- und Beratungseinrichtung der österreichischen Mineralölwirtschaft. Kernaufgabe des Kompetenzzentrums für Heizfragen ist es, die Vorzüge der modernen Ölheizung einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Mitglieder des IWO-Österreich sind zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Mineralölindustrie, Energiehandel, Kesselindustrie, Installationsunternehmen, Wirtschaftskammern, Tankhersteller und Kaminwerke.

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