Tanja Wedhorn lebt "Von einem Tag zum anderen" (AT)

Dreharbeiten zu ORF/ARD-Melodram mit u. a. Julia Cencig, Hary Prinz und Doris Schretzmayer in weiteren Rollen

Wien (OTS) - Eine Familie wird durch die Krankheit des Vaters auseinandergerissen - schuld daran sind sogenannte MRSA-Viren, Krankenhauskeime, die überall in den Spitälern lauern und die Schätzungen zufolge allein in Deutschland zwischen 15.000 und 40.000 Menschen zum Verhängnis werden. Genau diesem Thema widmet sich Regisseur Zoltan Spirandelli bei den aktuellen Dreharbeiten zum ORF/ARD-Fernsehfilm "Von einem Tag zum anderen" (AT). Bei einem Setbesuch in Graz sprachen gestern, am Montag, dem 21. Oktober 2013, Spirandelli sowie die Darstellerinnen und Darsteller Tanja Wedhorn, Max Urlacher, Julia Cencig, Michael Schönborn, Peter Raffalt und Hary Prinz über die aktuelle Brisanz des Themas und darüber, warum in unserer Gesellschaft dringender Aufklärungsbedarf besteht.

In weiteren Rollen stehen u. a. Alexander Beyer Leonie Ballauf, Doris Schretzmayer sowie Barbara Magdalena Ahren noch voraussichtlich bis 23. Oktober vor der Kamera. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Martin Douven ("Nicht ohne meinen Enkel"). Zu sehen ist "Von einem Tag zum anderen" (AT) im ORF voraussichtlich 2014.

Tanja Wedhorn: "Die Thematik ist sehr spannend, ergreifend und hochaktuell"

"'Von einem Tag zum anderen' ist kein fröhlicher Familienfilm. Das Thema geistert überall durch die Medien, ist spannend, ergreifend und hochaktuell - und man kann es in diesem Film noch bewusster machen. Denn es ist genauso, wie wir es auch im Film beschreiben. Da ist nichts weit hergeholt oder 'Hollywood-like', es ist nichts aufgebauscht - sondern offensichtlich Alltag", so Tanja Wedhorn. Ob ihrer Meinung nach besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind? "Ich bin ein ganz positiver Mensch, das würde mich zu sehr belasten, wenn ich nur immer an das Schlimmste denken würde. So kann man nicht leben. Jeder Tag kann der letzte sein, es kann alles passieren, aber so möchte ich nicht leben." Obwohl sie in Österreich bereits 2005 die goldene Romy in der Kategorie "Beliebtester weiblicher Shootingstar" erhalten hat, führen sie die Dreharbeiten nun erstmals nach Österreich: "Es ist das erste Mal, dass ich in Österreich drehe, und es ist wunderschön hier. Ich bin auch schon etwas herumgekommen, aber manchmal fehlt dazu einfach die Zeit."

Michael Schönborn: "Es gibt auch viele Fälle, die bleibende Schäden nach sich ziehen"

"Faktum ist, dass das Problem in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig ist und dass es in Kliniken immer wieder zu schweren Infektionsproblemen kommt. Es gibt auch viele Fälle, die bleibende Schäden nach sich ziehen. Ich spiele den Geschäftsführer einer Klinik, bin kein Mediziner. Meine Rolle missachtet gewisse Hygienevorschriften, spart am Personal - und das führt im Film zu einer schweren Infektion, die beinahe tödlich endet", so Michael Schönborn.

Zoltan Spirandelli: "Wir wollen das Bewusstsein für ein Problem schärfen"

"Im Grunde erzählen wir eine Familiengeschichte, ein Drama über eine junge Familie, in der der Vater krank wird, chronisch krank, und sich über einen langen Zeitraum nicht erholt. Das belastet natürlich die Beziehung zwischen den Eltern und die Verhältnisse in der Familie. Aufgehängt ist das Ganze an einer MRSA-Infektion - und das ist das Brisante an dem Thema, es ist nichts Seltenes heutzutage", gibt Regisseur Zoltan Spirandelli einen ersten Einblick. "In Deutschland alleine sterben sehr viele Menschen wegen der Krankenhauskeime. Es ist ein Thema, das in der Gesundheitspolitik eine große Rolle spielen sollte - und genau deshalb wollen wir mit diesem Film das Bewusstsein für dieses Problem schärfen. Diese MRSA-Keime sind resistente Keime, deswegen ist die Krankheit so langwierig und schwer zu therapieren. Das Thema hat Brisanz, weil es eine zunehmende Bedrohung im Gesundheitswesen darstellt."

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"Von einem Tag zum anderen" (AT) ist eine Produktion der Maran Film und MR-Film im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste und des ORF, hergestellt mit Unterstützung von Cinestyria Filmcommission and Fonds und der Stadt Graz.

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