A1-Personalvertretung: Telekomfirmen müssen das Budget sanieren, Arbeitsplätze sind in Gefahr

Telekombranche blutet durch überhöhte Frequenzversteigerung aus, Arbeitsplätze werden gefährdet, dem Standort wird geschadet, Endkundenpreise könnten massiv steigen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die bei der Versteigerung erzielten hohe Preise lassen nur die Finanzministerin jubeln, für die Beschäftigten und die Konsumenten bedeutet das nichts Gutes", befürchtet A1-Zentralbetriebsrat Walter Hotz. "Jetzt fehlt das Geld für den Breitbandausbau. Dieses Versteigerungs-Verfahren war das teuerste europaweit, bei den höchsten Betriebskosten für die Unternehmen und den niedrigsten Konsumentenpreisen. Jetzt wird wahrscheinlich wieder mit Arbeitsplatzabbau und mit Erhöhung der Konsumentenkosten reagiert".++++

Die Telekombehörde TKK bzw. RTR war bereits im Vorfeld von Experten gewarnt worden, unter diesen Bedingungen extrem hohe Erlöse erzielen zu wollen. Aber alle Argumente wurden ignoriert.
Faktum sei, dass damit der gesamten Branche 2,1 Milliarden Euro entzogen werden und damit der flächendeckende Ausbau mit ultraschnellem Breitband kaum noch möglich sein wird. Infrastrukturministerin Doris Bures hatte angekündigt, mit der Hälfte der Erlöse eine große digitale Offensive starten zu wollen. Dadurch sollten wichtige Effekte für nachhaltiges Wachstum und mehr Beschäftigung ausgelöst werden. Bis 2020 sollte Österreich flächendeckend mit ultraschnellem Breitband versorgt werden.

"Wider Erwarten wurde das Vierfache der ursprünglich erwarteten Summe erzielt. Es wäre katastrophal, wenn diese Mehreinnahmen nun einfach ins Budget fließen, dafür aber Arbeitsplätze auf der Strecke bleiben", so Walter Hotz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Ing. Walter Hotz
Zentralbetriebsrat der A1 Telekom Austria AG
Lassallestraße 9
1020 Wien
Tel. 050664-30539

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002