"Weltjournal" und "WELTjournal +" am 23. Oktober: "Großbritannien - Legale Drogen für Europa" und "Drogen - Der verlorene Krieg"

Wien (OTS) - Im Zeichen der Drogen und ihrer internationalen Bekämpfung steht am Mittwoch, dem 23. Oktober 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 das von Claudia Neuhauser präsentierte "Weltjournal", in dem es konkret um "Großbritannien - Legale Drogen für Europa" geht. Das anschließende "WELTjournal +" um 23.00 Uhr zeigt die Reportage "Drogen - der verlorene Krieg".

"Weltjournal: Großbritannien - Legale Drogen für Europa", 22.30 Uhr

Der jüngste UNO-Drogenbericht hat festgestellt, dass der Konsum legaler Designerdrogen in einigen Teilen der Welt bereits größer ist als von althergebrachten Rauschmitteln wie Heroin, Kokain oder Marihuana. Die neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) werden bewusst so hergestellt, dass sich damit die Gesetze umgehen lassen und trotzdem eine hohe Wirksamkeit garantiert ist. Die EU-Kommission will künftig intensiver gegen die gefährlichen Stoffe vorgehen und sie viel rascher vom Markt nehmen können als bisher.

Während in Österreich der Handel mit den als "legal highs" bezeichneten Drogen generell untersagt ist, sieht die Situation in Großbritannien anders aus, wo im Schnitt ein junger Mensch pro Woche daran stirbt: Hier werden die gefährlichen Mischungen als Badesalz oder Experimentalchemikalien für Forschungszwecke angeboten und sind frei erhältlich. Jedes neue Produkt ist so lange erlaubt, bis es dezidiert von den Behörden verboten wird. Das dauert im Einzelfall immer mehrere Monate - und bis dahin gibt es bereits einen Nachfolger.

Konsumenten kommen in der Reportage ebenso zu Wort wie ein Drogendesigner, der behauptet, alle Substanzen selbst getestet zu haben und sie für sicher hält. Er streitet jeden Zusammenhang zwischen seinen Entwicklungen und Todesfällen ab. Unterdessen kämpfen Toxikologen und Drogenbeauftragte einen schier aussichtslosen Kampf gegen die Flut neuer Laborprodukte, die über ein gut organisiertes Netz von Händlern und im Internet verbreitet werden und deren Langzeitwirkung bisher niemand kennt.

"WELTjournal +: Drogen - Der verlorene Krieg", 23.00 Uhr

"Die Wahrheit ist, dass der Krieg gegen Drogen eigentlich in unseren Köpfen und unseren Herzen geführt wird", sagt der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton. Er ist heute eines der führenden Mitglieder einer "Globalen Kommission", deren Ziel es ist, ein Umdenken in der Drogenpolitik zu erreichen.
Denn die andere Wahrheit ist auch, dass seit den 1970er Jahren ein erbitterter bewaffneter Kampf gegen die Drogen geführt wird. Ausgelöst von Präsident Richard Nixon, der 1971 Drogen zu Amerikas Staatsfeind Nummer eins erklärte und in Folge einen weltweiten Drogenkrieg auslöste. Heute, 40 Jahre und tausend Milliarden später, ist weder der Konsum noch die Produktion von illegalen Substanzen eingedämmt. Abertausende Menschen haben in diesem Krieg ihr Leben gelassen.
Seit 2011 liegt ein Report dieser "Globalen Kommission" vor, der Begriffe wie Entkriminalisierung, Legalisierung und vermehrte Investition in Prävention in die Debatte bringt - ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft?

Die Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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