Mitterlehner will Erfolgsquote der Lehrlingsausbildung erhöhen

Wirtschaftsminister: Maßnahmenpakete für niedrigere Drop-Out-Rate werden umgesetzt - Lehrlings-Coaching und mehr Unterstützungen für Abschlussprüfung und Zweit-Antritt

Wien (OTS/BMWFJ) - Die am Freitag veröffentlichte ibw-Studie zu den Lehrabgängern des Jahres 2011 zeigt die Notwendigkeit der vom Wirtschaftsministerium im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen für eine künftig niedrigere Drop-out-Quote. "Wir müssen die betriebliche Lehre noch attraktiver machen und die Erfolgsquote der Ausbildung weiter erhöhen. Gerade aufgrund des demographischen Wandels mit einer langfristig sinkenden Zahl an Jugendlichen gibt es hier Handlungsbedarf", betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Obwohl Lehrlinge ihre Ausbildung laut der Studie weit seltener abbrechen als Teilnehmer von rein schulischen Ausbildungen, gebe es auf mehreren Ebenen Verbesserungspotenziale.

Daher werden mit dem im Vorjahr als Pilotprojekt gestarteten Lehrlingscoaching sowohl die Jugendlichen als auch die Ausbilder in den Betrieben bei Bedarf gezielt unterstützt. "Die Lehrlings-Coaches helfen bei Problemen, die während der Ausbildung auftreten, und vermitteln zwischen Betrieb, Berufsschule und Lehrling. So wird auch die Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfungen verbessert und erleichtert", so Mitterlehner zu der in vier Bundesländern (Wien, Oberösterreich, Steiermark und Tirol) gestarteten Initiative.

"Zusätzlich erleichtern wir seit kurzem den Zugang zu den Vorbereitungskursen für die Lehrabschlussprüfung und unterstützen auch eine eventuelle Wiederholungsprüfung", betont Mitterlehner. Daher übernimmt der Bund seit September 2013 die Kosten der Teilnahmegebühr mit bis zu 250 Euro pro Kurs. Zusätzlich werden die Kosten für einen wiederholten Antritt zur Lehrabschlussprüfung ersetzt. Wenn der erste Antritt negativ benotet wurde, erspart sich der Lehrling die Materialkosten und Prüfungstaxen für den Zweitantritt.

Gegen die relativ hohe Drop-out-Quote bei der überbetrieblichen Lehrausbildung soll die im September gestartete "Übertrittsförderung" wirken: Betriebe, die einen Lehrling aus einer Überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung (ÜBA) übernehmen, bekommen dafür einen Bonus von 1.000 Euro. Langfristig spart sich der Staat dadurch Geld, da ein ÜBA-Ausbildungsplatz deutlich mehr kostet als die Unterstützung einer klassischen Lehrstelle. "Die Ausbildungsgarantie hat sich in der Krise bewährt, aber in der dualen Ausbildung in Betrieb und Berufsschule können die praktischen Tätigkeiten besser und günstiger erlernt werden. Dort erfahren die Lehrlinge auch, wie ein Unternehmen in der Praxis funktioniert", begründet Mitterlehner den zusätzlichen Anreiz.

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