ÖGJ: Qualität in der Lehre erhöhen

Mehr Kontrollen und Überprüfungen würden Abschlusszahlen erhöhen

Wien (OTS/ÖGB) - "Diese Zahlen sind erschreckend, es ist daher hoch an der Zeit, endlich auch in der dualen Ausbildung Qualitätssicherung einzuführen", sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, zu den Zahlen des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) über die Anzahl jener Lehrlinge, die ihre Lehren nicht abschließen.

"Wir wissen aus der Praxis, dass es sehr viele gut ausbildende Unternehmen gibt - aber es gibt auch das genau Gegenteil", so Ernszt. "Vielfach werden die Jugendlichen nicht dem Berufsbild entsprechend ausgebildet und zu Hilfsarbeiten herangezogen, das ist immer noch Realität. So etwas sorgt nicht für gut ausgebildete Fachkräfte, und es ist auch total demotivierend."

Mit mehr Kontrollen der Lehrbetriebe was die tatsächliche Ausbildungstätigkeit betrifft, mit Teilprüfungen, die über den Lernfortschritt der Lehrlinge Auskunft geben, und generell mit Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der dualen Ausbildung könnten die Drop-Out Raten gesenkt werden. Ernszt: "Es muss im Interesse der Unternehmen und ihrer Vertretung in WKÖ und IV sein, die Qualität in der Lehre zu heben. Berufsweltmeisterschaften zu gewinnen oder durch Europa zu fahren und unsere tolle Berufsausbildung zu loben ist das eine. Wichtiger ist es aber, dafür zu sorgen, dass alle Lehrlinge gute Ausbildungen bekommen, mit Inhalten die ihren gewählten Berufen entsprechen, und die sie auch gerne beenden wollen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Kommunikation
Katja Dämmrich
01/534 44-39265

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001