Spindelegger: "Menschenhandel darf sich nicht lohnen"

Vizekanzler zum EU-Tag zur Bekämpfung des Menschenhandels

Wien (OTS) - "Die hohe Dunkelziffer an Opfern und die geringe Zahl an Verurteilungen in der EU zeigen deutlich, dass Menschenhandel immer noch ein lukratives Geschäft mit geringem Risiko für die Täter ist. Dagegen müssen wir entschlossen vorgehen - auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene", erklärt Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des heutigen EU-Tages zur Bekämpfung des Menschenhandels.

Österreich hat die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels umgesetzt. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten koordiniert sei 2004 die österreichische Task Force Menschenhandel, in der alle relevanten Stellen, inklusive der Nichtregierungsorganisationen, eng zusammenarbeiten und den Nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel umsetzen. Die österreichischen Anstrengungen in der Bekämpfung des Menschenhandels wurden bei internationalen Evaluierungen, unter anderem durch den Europarat, insgesamt positiv bewertet.

"Trotzdem dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Die wahre Dimension des Problems wird noch unterschätzt. Zum Beispiel wird Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung noch zu wenig beachtet.", so Spindelegger. Dieses Thema steht daher im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung "Gemeinsam gegen Menschenhandel", die am 21. Oktober 2013 in der Diplomatischen Akademie stattfindet. "Es bedarf konsequenter Zusammenarbeit aller Akteure und bewusster Hinsehens jedes Einzelnen, damit sich Menschenhandel nicht mehr oder zumindest weniger lohnt", so der Vizekanzler abschließend.

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