Europäisches KMU-Barometer: KMU-Geschäftsklimaindex nähert sich der 70-Punkte-Schwelle

Aussicht auf Erholung der europäischen KMU

Wien (OTS/PWK727) - "Die Zuversicht der europäischen KMU ist nach einer zwei jährigen Abwärtsentwicklung wieder im Begriff zu steigen. Wie die aktuelle Umfrage der UEAPME (Europäischer Dachverband der kleinen und mittleren Unternehmen) zeigt, nähert sich der KMU Geschäftsklimaindex wieder der 70-Punkte-Linie, welche als Schwelle für ein neutrales Geschäftsklima steht", betonte heute (Donnerstag, 17. Oktober 2013) die UEAPME-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller. Zwar wird die derzeitige Situation negativ bewertet, jedoch "deuten die Erwartungen darauf hin, dass Europa auf dem Weg aus der Rezession ist", erklärt Christoph Schneider, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die befragten Unternehmen gehen von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation in Europa aus, so Schneider, "wobei die Entwicklung der Umsätze, Investitionen und Beschäftigtenzahlen nach wie vor, wenn auch zum Teil deutlich geringer, negativ eigenschätzt werden". Das Geschäftsklima innerhalb der EU zeige dabei Unterschiede zwischen den Kernländer und den Peripheriestaaten der Eurozone (PIIGS), die sich im letzten Halbjahr aber wieder angenähert haben.

Vor allem kleinere Unternehmen der Dienstleistungs- und Baubranche, die von der schleppenden Binnennachfrage des Euroraumes abhängen, sind am stärksten von der Krise betroffen. Die Entwicklung der mittleren Unternehmen ist traditionell in der Umfrage besser. Dass die europäischen KMU in ihren Investitionsabsichten für das kommende Halbjahr weiterhin zurückhaltend sind, ist laut Meinung des WKÖ-Experten ein Indiz für ein bestehendes Maß an Ungewissheit, mit denen sie konfrontiert sind. Sollten jedoch die Erwartungen für das nächste Jahr erfüllt werden, kann mit dem Einsetzen der Erholungsphase gerechnet werden.

Vor diesem Hintergrund sind mehr denn je vertrauensbildende Maßnahmen notwendig, wie auch ein verbesserter Zugang zu Finanzierung und eine konsequente Fortführung der Strukturreformen. Durch diese Maßnahmen wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen KMU gewährleisten und der Pfad aus der Rezession kann einschlagen werden. Denn die europäischen KMU sind mit 21 Millionen Betrieben, die mehr als 87 Millionen Menschen beschäftigen, das Rückgrat der europäischen Wirtschaft.

"Die Unternehmer müssen nun durch optimale Rahmenbedingungen wie auch durch ein unternehmensfreundliches und nachhaltiges Umfeld unterstützt werden, um in Europa eine wirtschaftliche Erholungsphase einleiten zu können. Deshalb sind auf europäischer ebenso wie auf österreichischer Ebene weitere Maßnahmen notwendig, um KMU den Zugang zu Finanzierung zu erleichtern, und die bürokratischen Belastungen für KMU sind weiter zu verringern", so Ulrike Rabmer-Koller abschließend. (BS)

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