AK: Pensionszugangsalter steigt, weitere Begleitmaßnahmen notwendig

Das öffentliche Pensionssystem in Österreich ist nachhaltig, effizient und vor allem sicher. Reformen greifen bereits und entlasten die öffentliche Hand.

Wien (OTS) - Eine genaue Analyse zeigt, dass die Bemühungen der Politik das faktische Pensionsalter anzuheben durchaus erfolgreich waren. Bei genauer Betrachtung der Daten von 2005 bis 2012 (bezogen auf Inlandspensionen) zeigt sich ein Anstieg des durchschnittlichen Pensionsantrittsalters bei Männern um 1,2 Jahre bzw. bei Frauen um 0,8 Jahre. Die kürzlich beschlossenen Pensionsreformen werden das faktische Pensionsantrittsalter in den nächsten Jahren deutlich anheben. Es ist damit zu rechnen, dass das durchschnittliche Pensionszugangsalter bis 2025 um eineinhalb Jahre steigen wird. Somit ist davon auszugehen, dass es bis 2030 beträchtlich stärker steigen wird als von der Pensionskommission gefordert. "Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die bereits greifen und in Zukunft noch stärker greifen werden", sagt Helmut Ivansits, Leiter der Abteilung Sozialversicherung der AK Wien, so wurde etwa die vorzeitige Alterspension bei Arbeitslosigkeit abgeschafft, wird die vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer 2017 auslaufen, gibt es zahlreiche Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen, Änderungen bei der Pensionsberechnung oder die Reform der Invaliditätspension. Ivansits will rasch Maßnahmen damit ältere Menschen länger arbeiten und Beiträge einzahlen können. Hier sind die Arbeitgeber gefordert, diese länger im Betrieb zu halten. So ist die rasche Einführung eines Bonus-Malus-Systems, das die Unternehmen belohnt, die Ältere beschäftigen und die zu Kasse bittet, die keine oder zu wenig ältere ArbeitnehmerInnen haben, ein Gebot der Stunde. Die ständigen Unkenrufe über die Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems ignorieren in gerade fahrlässiger Weise die bereits wirksamen Reformen und ignorieren den Bedarf an Begleitmaßnahmen zur Sicherstellung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer.

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