Neubauer/Tiefenbacher : Zielvorgabe für faktisches Pensionsantrittsalter 2012 klar verfehlt

Hat die Regierung aus umfangreichen Untersuchungen zum Antrittsalter die falschen Schlüsse gezogen?

Wien (OTS) - "In der heutigen Sitzung der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung konnten auch langgezogene Diskussionen über die Art und Weise sowie die Parameter, die für Festlegung des Referenzpfades heranzuziehen sind, nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ziel klar verfehlt wurde. Diese ideologisch geprägten Endlosdebatten sind nicht zielführend und daher kann es nur im Sinne der Pensionssicherung sein, unverzüglich einen realistischen Fahrplan zu beschließen, ohne sich in unwesentlichen Details zu verlieren", stellten heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer und der Obmann des Österreichischen Seniorenrings Dr. Edwin Tiefenbacher fest.

Wenn wir 2012 mit einem faktischen Antrittsalter von 58,4 Jahren um ganze 0,6 Jahre unter dem Referenzpfad liegen, dann muss sich die Bundesregierung eingestehen, dass sie irgendetwas falsch oder zu wenig gemacht hat. Denn offenbar haben die gesetzten Maßnahmen nicht in der Form gegriffen, wie es von den Fachexperten prognostiziert war. "Ich erinnere an dieser Stelle an unsere langjährige Forderung der Harmonisierung der Systeme mit der Abschaffung sämtlicher Pensionsprivilegien. Würden nämlich jene, die im staatsnahen Bereich ohne nennenswerte gesundheitliche Beeinträchtigungen teilweise immer noch mit 52 Jahren in Pension gehen, endlich bis zum gesetzlichen Antrittsalter arbeiten, kämen wir unserer Zielvorgabe schon wesentlich näher", sagte Tiefenbacher.

Bundesminister Hundstorfer hat kürzlich mitgeteilt, dass wenn die Österreicher sieben Kalendertage später in Pension gingen, würde dies im Jahr 1,3 Mrd. Euro an Einsparungen bringen. "Bei Erreichen unserer Zielvorgabe wäre es damit ein Leichtes gewesen, eine Anpassung der Pensionen nach dem Preisindex für Pensionistenhaushalte, wie wir ihn fordern, zu finanzieren", so Neubauer.

Die freiheitlichen Seniorenvertreter kritisieren auch, dass dem Umstand noch nicht ausreichend Rechnung getragen wurde, dass seit 1970 das faktische Pensionsantrittsalter um drei Jahre gesunken und gleichzeitig die Lebenserwartung der Menschen um fünf Jahre gestiegen ist, womit wir eine Finanzierungslücke von acht Jahren zu stopfen haben.

Abschließend ist zur heutigen Sitzung noch anzumerken, dass Neubauer und Tiefenbacher dem Gutachten, welches der Festsetzung des Richtwertes zugrunde liegt, aus Formalgründen ihre Zustimmung verweigert haben. Aufgabe der Kommission ist es nämlich einzig und allein, den Richtwert für die Pensionsanpassung festzusetzen. Das vorliegende Gutachten schickt aber bereits den Anpassungsfaktor, der vom Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz unter Bedachtnahme auf den Richtwert festzusetzen ist, voraus.

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