Seniorengerechte Wohnraumsanierung ist Schwerpunktthema bei den Koalitionsverhandlungen

Bundesinnung Bau begrüßt Initiative von Wirtschaftsminister Mitterlehner

Wien (OTS/PWK724) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehners Ankündigung, die seniorengerechte Wohnraumadaptierung als ein Schwerpunktthema in die Koalitionsverhandlungen einzubringen, wird von der Bundesinnung Bau ausdrücklich begrüßt. Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel sieht sich durch die gestern in einer Pressekonferenz getätigte Aussage Mitterlehners in seiner Absicht bestärkt, weiterhin mit Nachdruck für den "Seniorenscheck" als wichtiges Anreizinstrument zur Umgestaltung von Bestandswohnungen und Häusern einzutreten. "Wir sind für den Scheck zur altersgerechten Adaptierung, bei der auf die bewährte Administration bei der Abwicklung des Sanierungsschecks durch KPC und Bausparkassen zurückgegriffen werden könnte. Der Bereich ist für die betroffenen Familien und für die öffentliche Hand von so großer Bedeutung, dass dazu dringend eine eigene bundesweite Förderschiene aufgebaut werden sollte. Die in Diskussion befindliche Kombination mit dem Sanierungsscheck wäre ein geeigneter erster Schritt", betonte Frömmel.

Studien sprechen für die Adaptierung

Untersuchungen im Auftrag der Bundesinnung Bau zeigen, dass die Unterbringung von älteren Menschen in Pflegeheimen das Budget deutlich höher belastet als etwa Förderungen zur barrierefreien Adaptierung von Bestandswohnungen ausmachen würden. Berechnungen zur Finanzierung geeigneter Wohnformen sowie Prognosen, wonach sich die Altersgruppe der über 80-Jährigen bis 2050 auf mehr als eine Million SeniorInnen verdreifachen wird, machen rasche Maßnahmen notwendig.

Der barrierefreie Umbau von Einfamilienhäusern und im Mehrgeschosswohnbau rechne sich, verglichen mit den Pflegeheimkosten, bereits in den ersten zwei Jahren, so Bundesinnungsmeister Frömmel mit Hinweis auf die Studie der Bundesinnung. Ein zusätzliches Anreizsystem für die barrierefreie Adaptierung sei nicht zuletzt wegen der jährlichen Mehrbelastung von 15 bis 20 Prozent im öffentlichen Sozialbereich dringend notwendig.

Infolge der demografischen Entwicklung werden bereits 2020 tausende seniorengerechte Wohnungen fehlen und der Bedarf durch Neubauten nicht annähernd abzudecken sein. Angesichts der unzureichenden Maßnahmen auf dem Wohnungsmarkt sei die Politik in der nächsten Regierungsperiode gefordert, die senioren- und behindertengerechte Adaptierung von Bestandswohnungen mit allen Mitteln voranzutreiben, so Frömmel.

Für den Bereich "Barrierefreies Wohnen" stehen speziell ausgebildete und zertifizierte Baumeister zur Verfügung. Eine entsprechende Liste ist als Download auf www.bau.or.at abrufbar. (PM)

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