Blecha: Erste Erfolge bei der Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters im Inland

Mindestpensionen erhalten 2014 vollen Teuerungsausgleich - Kampf gegen Altersarmut - ab 2015 volle Wertsicherung

Wien (OTS/SK) - "In allen Statistiken des Pensionsalter-Monitorings ist eine Steigerung zu ersehen, allerdings ist der Referenzpfad nicht erreicht worden. Die größeren Sprünge sind ab 2014 zu erwarten, wenn die beschlossenen Maßnahmen bei den Invaliditätspensionen, der Langzeitversichertenregelung, dem Auslaufen der 'Hacklerregelung' und die begleitenden Programme wie 'fit2work' richtig greifen", erklärte Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbands Österreichs (PVÖ) heute nach der Sitzung der Pensionskommission. ****

Das Monitoring beobachtete die Entwicklung des faktischen Pensionsantrittsalters im Zeitraum von 2005 bis 2012. Die Inlands-Pensionsantritte stiegen demnach demografiebereinigt im Durchschnitt gesamt um ein Jahr, bei den Männern um 1,4 Jahre und bei den Frauen um 0,7 Jahre. Jeder Monat höheres Pensionsantrittsalter bedeutet 120 Mio. Euro geringere Pensionsaufwendungen. Blecha bewertet diese Entwicklung des Antrittsalters als "beachtenswert", weil gerade im Beobachtungszeitraum "sich viele - vor allem Großfirmen - ihrer älteren Beschäftigten im großen Stile 'entledigt' haben". Für Blecha ein "skandalöser Umstand", dem er durch ein Bonus-Malus-System auch für Dienstgeber entgegentreten will: Wer Ältere aufnimmt, bekommt einen Bonus, wer frühzeitig pensioniert oder hinaus schmeißt zahlt einen Malus.

Pensionsanpassung - ab 2015 wieder volle Wertsicherung

Die Pensionskommission hatte den Anpassungsfaktor für 2014 zu beschließen. Dieser beträgt 2,4 Prozent. Das Stabilitätsgesetz legt jedoch fest, dass der Anpassungswert um 0,8 Prozent niedriger ist, also 1,6 Prozent. Die Bezieher einer Ausgleichszulage, im Volksmund "Mindestpension" genannt, erhalten 2014 die volle Teuerungsrate in Höhe von 2,4 Prozent.

Blecha: "In Anbetracht der Meldungen, dass im Bereich des Pensionsaufwandes seit 2010 Jahr für Jahr um ca. 400 Millionen Euro weniger ausgegeben wurden als veranschlagt, wird der Seniorenrat bei den in Aussicht gestellten Gesprächen mit der Bundesregierung unter dem Titel der Armutsbekämpfung weitere soziale Lösungen verhandeln." Blecha abschließend: "Die Pensionisten haben genug Opfer gebracht und jetzt muss damit Schluss sein. Wir haben die Zusage von Bundeskanzler Werner Faymann, dass die Pensionen ab 2015 wieder uneingeschränkt wertgesichert werden. Das muss und wird halten".(Schluss) up/mb

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