Glawischnig/Korun: Greenpeace-AktivistInnen in Russland müssen freigelassen werden

Grüne: Bundesregierung muss Druck auf Russland ausüben

Wien (OTS) - "Der Umgang der russischen Staatsführung mit der Zivilgesellschaft und mit Minderheiten hat einen traurigen Höhepunkt erreicht. Davor dürfen weder die österreichische Politik, noch die EU die Augen verschließen. Es ist Aufgabe der Bundesregierung, diese autoritäre Vorgangsweise international an den Pranger zu stellen und nicht einfach durchgehen zu lassen. Sowohl auf bilateraler Ebene, als auch auf europäischer - Österreich muss sich für die Freilassung der Greenpeace-Mitglieder einsetzten", sagen Eva Glawischnig, Grüne Klubobfrau und Bundessprecherin, und die außenpolitische und Menschenrechtsprecherin der Grünen, Alev Korun.

"Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass die russische Staatsführung versucht, den legitimen Protest einer internationalen Umweltorganisation als Piraterie zu verurteilen", sagt Glawischnig. "Greenpeace weist berechtigterweise auf Gefahren hin, die uns alle betreffen könnten. Deshalb muss auch die österreichische Bundesregierung Druck auf den russischen Präsidenten ausüben. Spindelegger und Faymann sollten sich ein Vorbild an der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen, die sich vor zwei Tagen gegenüber Putin für die inhaftierten Greenpeace-Mitglieder eingesetzt hat", ergänzt Alev Korun.

"Es ist nicht nur eine politische sondern auch eine moralische Pflicht, gegen das unverhältnismäßige Vorgehen der russischen Behörden zu protestieren. Mit seiner Aussage, dass es sich bei dieser Causa um eine rein juristische Angelegenheit handelt, versucht Putin bloß die machtstrategischen und wirtschaftlichen Interessen Russlands in der Arktisregion zu verschleiern", sagen Korun und Glawischnig.

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