FP-Gudenus: UNHCR verwechselt Asyl mit Zuwanderung!

Integration und Dauer-Unterbringung sind bei einem Schutz auf Zeit völlig überzogene Forderungen

Wien (OTS/fpd) - Die Genfer Flüchtlingskonvention lässt keinen Interpretationsspielraum zu: Menschen, die aus rassischen, politischen oder religiösen Gründen in ihrer Heimat verfolgt werden, haben das Recht darauf, für die Zeit der Bedrohung Schutz in einem sicheren Drittland zu erhalten. "Die vom Flüchtlingshochkommissariat erhobene Forderung, dass Österreich Asylwerber integrieren, ihnen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und sie dauerhaft ansiedeln soll, ist angesichts des Umstands, dass Flüchtlinge, sobald sich die Lage in ihrer Heimat gebessert hat, dorthin zurückkehren müssen, völlig überzogen. Offenbar hat das UNHCR Probleme damit, Asyl und Zuwanderung auseinanderzuhalten", erklärt Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus.

Gerade weil Asyl eben ein Recht auf Zeit ist, wäre es vernünftig, menschenwürdige Asylwerber-Zentren möglichst nahe an den jeweiligen Krisengebieten zu errichten. "Diese wären für Flüchtlinge jeweils schneller erreichbar, könnten mehr Menschen Schutz bieten und von dort aus könnten sie auch nach dem Wegfall der Bedrohung rasch in ihre Heimat zurückzukehren und sich am Wiederaufbau beteiligen", so Gudenus.

Der FPÖ-Klubchef pocht aber auch auf Einhaltung des Dublin 2-Abkommens: "Asylansuchen haben im ersten sicheren Drittstaat, den ein Verfolgter erreicht, gestellt zu werden. Weiterzuziehen in Länder, in denen es besonders gute soziale Unterstützung oder besonders gute medizinische Versorgung gibt, ist unzulässig. Das heißt: Nahezu alle Asylwerber in Österreich sind illegal eingereist. Da wir von sicheren Drittstaaten umgeben sind, ist für einen Verfolgten die einzig rechtmäßige Form, zu uns zu gelangen, mit dem Flugzeug." (Schluss)

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