Steinhauser: Jugendliche gehören nicht in Untersuchungshaft

Grüne: Die Regierung muss sich jetzt auf eine Strafvollzugsreform einigen

Wien (OTS) - "Jugendliche gehören nicht in Untersuchungshaft. Es ist an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Bundesregierung muss sich jetzt auf eine Reform des Jugendgerichtsgesetzes einigen", appelliert der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser an die Koalitionsverhandler.

Alternativen für die Untersuchungshaft aber auch für kurze Haftstrafen gibt es jedenfalls genug. Der elektronisch überwachte Hausarrest kommt bei der Untersuchungshaft bisher so gut wie nie zur Anwendung, und ein betreutes Wohnen ist für Jugendliche derzeit überhaupt nicht vorgesehen.

Nach den tragischen Missbrauchsfällen im Jugendstrafvollzug im Sommer hat die Justizministerin Besserung gelobt. Eine Task-Force wurde eingerichtet, Gespräche mit Jugendbetreuungsvereinen wurden geführt und die Zahl der jugendlichen Untersuchungshäftlinge in der Josefstadt konnte reduziert werden. "Das sind alles wichtige erste Schritte, keine Frage. Jetzt müssen wir aber auch gesetzlich nachziehen, sonst droht in ein paar Jahren die nächste untragbare Situation im Jugendstrafvollzug" sagt Steinhauser.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001