ASFINAG: Rückgang bei Getöteten auf Autobahnen: 18 Todesopfer im 1. Halbjahr 2013

Verkehrssicherheitsmaßnahmen greifen - Alarmierend: Jeder sechste Tote nicht angeschnallt

Wien (OTS) - 18 Menschen sind im ersten Halbjahr 2013 bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen getötet worden. Die Unfallanalyse der ASFINAG zeigt: Jedes sechste Todesopfer war nicht angeschnallt, fast jeder vierte Tote (4) kam als Fußgänger auf der Autobahn um. "Fast alle tödlichen Unfälle hätten vermieden werden oder glimpflich ausgehen können", sagt Rainer Kienreich, Chef des ASFINAG-Verkehrsmanagements. "Nicht Sicherheitslücken, sondern das Ignorieren von einfachen Regeln und Vorschriften im Straßenverkehr, war Ursache für diese schweren Unfälle."

Die Analyse im Detail: Vier Verkehrsteilnehmer waren zu Fuß auf der Autobahn unterwegs - drei davon versuchten die Fahrbahn zu queren, einer stieg nach einer Panne aus und wurde getötet. In fünf Fällen war Müdigkeit die Ursache für den tödlichen Ausgang, bei sechs Unglücken war zu hohes Tempo Schuld. Alarmierend: Viele Autofahrer tragen keinen Gurt - 16 Prozent der Todesopfer waren nicht angeschnallt.

Eindringlicher Appell der ASFINAG-Experten an alle, die nach einer Panne oder einem Unfall ihr Auto verlassen müssen: Versuchen Sie niemals eine Autobahn oder Schnellstraße zu queren! "Bei einer Fahrbahnbreite von etwa neun Metern braucht ein Fußgänger bis zu fünf Sekunden, um auf die andere Seite zu gelangen. In dieser Zeit fährt ein Pkw bei 130 km/h rund 200 Meter. Daher niemals eine Autobahn betreten!", so Kienreich.

Bei fast jedem dritten tödlichen Unfall spielte im ersten Halbjahr Übermüdung eine Rolle. Die ASFINAG hat entlang der Autobahnen und Schnellstraßen 42 bestens ausgestattete Rastplätze und mehr als 140 Parkplätze, die Gelegenheit für Zwischenstopps - uns somit zur Erholung bieten.

Kontinuierlicher Rückgang bei den Getöteten im ASFINAG-Netz

Seit Jahren sind die Opferzahlen auf Autobahnen und Schnellstraßen rückläufig. "Von Jahr zu Jahr haben wir weniger schwere Unfälle auf unserem Netz", betont Kienreich, "das ist erfreulich und das zeigt, dass unsere Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit greifen. Immerhin fließt jeder zweite Euro, den die ASFINAG investiert, in Maßnahmen, die der Verkehrssicherheit dienen. Aber:
"Verkehrssicherheit klappt nur, wenn alle mittun. Es braucht die sichersten Autobahnen - und die bauen wir - es braucht aber auch die Eigenverantwortung der Lenkerinnen und Lenker." Bei Unachtsamkeit und Missachtung der einfachsten Regeln im Straßenverkehr bietet auch die beste Infrastruktur nicht ausreichend Schutz.

Zur Erinnerung: 2001 wies die Verkehrsunfallstatistik auf Autobahnen und Schnellstraßen noch 179 Verkehrstote aus, 2012 erreichte dieser Wert einen historischen Tiefstand mit 64 Toten. Im ersten Halbjahr 2013 gab es mit vorläufig 18 Getöteten um zehn Todesopfern weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2012 mit 28 Toten.

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG
Mag. Margret Handler
Pressesprecherin
Tel.: Tel: +43 (0)50108-10833,
Mobil:+43 664-60108 10833
margret.handler@asfinag.at
www.asfinag.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0001