Neue Technologien retten Menschenleben

Rotes Kreuz veröffentlicht heute den "World Disasters Report 2013" - Einladung zur Podiumsdiskussion

Wien/Genf (OTS/Rotes Kreuz) - "Zugang zu Technologien kann im Katastrophenfall Leben retten", sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Als vergangenes Jahr ein Taifun die Philippinen traf, waren mehr als sechs Millionen Menschen gefährdet. Da 99 Prozent der Bevölkerung ein Handy haben, konnten sie durch automatisierte Frühwarnsysteme vor dem Sturm gewarnt werden und sich in Sicherheit bringen." Die heute in Genf veröffentlichte Ausgabe des "World Disasters Report 2013" stellt die positiven Auswirkungen von technischen Innovationen bei der Bewältigung von Katastrophen ins Zentrum. Der Einsatz von neuen Technologien kann Humanitäre Hilfe effektiver und effizienter machen. Der 300seitige Bericht wartet mit umfangreichem Zahlenmaterial und Hintergrundinformationen zum Thema "New technology and humanitarian intervention" auf.

Technologien wie Wettervorhersage-Software, Satellitenbilder sowie Frühwarnsysteme können lebensrettend sein. Während der ersten Stunden nach einer Katastrophe werden die meisten Menschen von lokalen Helfern gerettet. Viele dieser Ersthelfer haben allerdings keinen Zugang zu lebensrettenden Technologien. "Generell ist der Zugang zu neuen Technologien ungleich verteilt", sagt Kerschbaum. "2012 waren insgesamt weniger Menschen von Katastrophen betroffen als in den Jahren zuvor. Allerdings ist die Anzahl der Betroffenen in den ärmsten Ländern dieser Erde angestiegen. Das sind oft diejenigen, die gar keinen Zugang zu lebensrettenden Technologien haben." Durch die Zusammenarbeit von NGOs, Regierungen und dem Privatsektor kann der Zugang zu Technologien ausgebaut werden. Erste Projekte haben bereits auf Haiti begonnen. Dort wurde ein SMS-Frühwarnsystem errichtet, mit dem drei Millionen Menschen vor Hurrikans gewarnt werden können.

Der "World Disasters Report" wird jährlich seit 1993 von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften herausgegeben. Zusätzlich zum Schwerpunktthema beinhaltet der Bericht eine umfassende Datensammlung zu den Katastrophen der vergangenen zehn Jahre.
In Wien wird der Report gemeinsam mit dem UN Office for Outer Space Affairs (UNOOSA) präsentiert. An der Podiumsdiskussion nehmen Luc St-Pierre (UNOOSA), Matthias Schmale (Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften) und Andreas Papp (Ärzte ohne Grenzen) teil. Moderiert wird die Diskussion von Max Santner (Österreichisches Rotes Kreuz).

Zeit: Mittwoch, 30. Oktober, 14.00 bis 16.00 Uhr

Ort: UNODC, Vienna International Centre, Wagramer Str. 5

Journalisten sind herzlich zur Diskussion eingeladen. Da die Veranstaltung im Vienna International Centre stattfindet, ist eine Akkreditierung bei der UN notwendig. Anmeldungen bitte an thomas.marecek@roteskreuz.at

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