Prävention der Wiener Jugendwohlfahrt wirkt - Rückgang der "Vollen Erziehung"

Mehr Unterstützung für Erziehungsberechtigte daheim, weniger Krisen- und Langzeitunterbringungen von Kindern

Wien (OTS) - Die MAG ELF (Amt für Jugend und Familie) hat in den letzten Jahren die präventive und ambulante Hilfe im Kinderschutz verstärkt ausgebaut. Eine Zwischenbilanz belegt erste Erfolge dieser Anstrengungen. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die auf Grund von Gefährdungen nicht bei ihren Eltern leben können und in Wohngemeinschaften betreut werden (Volle Erziehung), ist rückläufig. Mit anderen Worten: Hilfe vor Ort wirkt!

"Die SozialarbeiterInnen der MAG ELF können Familien mit Problemen jetzt effizienter unterstützen und ihnen unmittelbarer helfen, bevor die Situation eskaliert und Kinder aus den Familien genommen werden müssen. Das ist eine absolute Win-win-Situation. Mit der fachlichen Unterstützung können mehr Familien ihre Kinder selbst versorgen und weniger Kinder müssen ihre Eltern verlassen", freut sich Jugendstadtrat Christian Oxonitsch über die positive Entwicklung.

Die Zahlen im Überblick: Unterstützung der Erziehung als Prävention

Die ambulanten Jugendwohlfahrtsmaßnahmen - Unterstützungen der Erziehung sind von 2008 bis 2012 bezogen auf die laufenden Betreuungen um 14 % (von 3109 auf 3548 Betreuungen) angestiegen. Bei Verdacht auf Missstände kommen SozialarbeiterInnen nun vermehrt regelmäßig zu den Familien und versuchen dort, in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten die familiären Bedingungen für die Kinder zu verbessern und bei Problemlösungen zu helfen.

Krisenunterbringungen

Die Anzahl der Krisenunterbringungen ist von 2008 bis 2012 um 11% gesunken. Sollte es notwendig werden, stehen entweder Krisenpflegeeltern (0-3 Jährige) oder Krisenzentren (für 3-18 Jährige) zur Verfügung.

Langfristige Unterbringung

Die Zahl der Unterbringungen von Kindern ist von 2008 bis 2012 um 21% gesunken. Das bedeutet rund 170 Kinder weniger mussten ihre Eltern verlassen. Wird es notwendig, dass Kinder ihr bisheriges Lebensumfeld verlassen müssen, kommen sie vorrangig bei geeigneten Verwandten oder - je nach Alter - bei Pflegeeltern oder in einer Wohngemeinschaft unter. Dank erfolgreicher Werbekampagnen melden sich immer mehr Pflegeeltern bei der Stadt Wien. Dadurch konnte in den vergangenen Jahren die Zahl der in Pflegefamilien versorgten Kinder stetig erhöht werden. Trotzdem hat die Stadt Wien auch weiterhin Bedarf an neuen Pflegeeltern.

Kinder mit Behinderungen

2010 wurden noch 86 Kinder mit Behinderung in Wohngemeinschaften untergebracht. Diese Zahl sank bis zum Jahr 2012 auf 17 Kinder. Im ersten Halbjahr 2013 mussten bisher erst sechs Kinder in Wohngemeinschaften versorgt werden.

Die präventiven Maßnahmen der MAG ELF greifen schon jetzt und werden weitergeführt und ausgebaut.

Sie haben Interesse an einer Pflegeelternschaft? Bitte melden Sie sich bei der MAG ELF:

MAG ELF Servicestelle
3., Rüdengasse 11
Montag bis Freitag 8 Uhr bis 18 Uhr
Telefon 01/40 00-8011
www.pflegemama.at
www.pflegepapa.at

Rückfragen & Kontakt:

Florian Weis
Mediensprecher StR. Christian Oxonitsch
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MAG ELF Öffentlichkeitsarbeit
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