Kleinwasserkraft Österreich: Sag Ja zu Einspeisetarifsystemen

Ökostromgesetz muss erhalten bleiben um Ausbauziele zu erreichen

Wien (OTS) - Anlässlich des Ökostromberichts der E-Control freut sich der Verband Kleinwasserkraft Österreich über die deutliche Steigerung der Ökostromproduktion von Kleinwasserkraftanlagen im Jahr 2012. "Damit werden entweder Millionen Tonnen CO2 aus fossilen Kraftwerken oder mehrere Millionen MWh Atomstrom ersetzt" berechnet Erwin Mayer, stv. Geschäftsführer von Kleinwasserkraft Österreich, den Beitrag zur europäischen Energiewende.

Ein großer Teil der Steigerung ist aber durch die günstige Wasserführung im Jahr 2012 zu Stande gekommen. Ein dauerhafter Ausbau der Kleinwasserkraft kann aber nur durch eine Tarifförderung gesichert werden, die auf 13 Jahre angelegt ist und zum Erhalt und zur effizienten Nutzung der Anlagen beiträgt. Investitionsförderungen würden den Anreiz dazu reduzieren. "Angesichts des Erfolges des Ökostromgesetzes in Österreich sollte auch die EU-Kommission zuerst die Folgekosten von Atomstrom und fossiler Energie in den Strompreis einberechnen und nicht aus internen Berichten wegstreichen, bevor sie über eine Änderung der Ökostromregime nachdenkt" mahnt Kleinwasserkraft-Präsident Wagner die EU-Kommission.

Die Einberechnung des Klimaschutzkosten über eine ausreichend hohe CO2-Steuer auch im Stromsektor, sowie die volle Haftung der Atomindustrie würde den bisher stark verzerrten "Markt"-preis um mehrere Cent/kWh erhöhen. Dann würden auch die von der E-Control berechneten Unterstützungsvolumina für Ökostrom in Österreich auf einen Bruchteil sinken.

"Nicht nur Haushalte und die Wirtschaft sollten über den Ökostromaufschlag ihren Beitrag zur Energiewende leisten, sondern vor allem die europäische Atom- und Kohleindustrie sind nach dem Verursacherprinzip miteinzubeziehen" fordert Mayer. Solange aber in Europa dafür keine politischen Mehrheiten zu finden sind, muss Österreich über die Einspeisetarife jene Differenz zum verzerrten "Markt"-preis im Rahmen des Ökostromgesetzes ausgleichen.

Dies gilt vor allem für die Kleinwasserkraft, die einen Großteil ihres Stroms am verzerrten "Markt" verkauft. Der ökologische Nutzen von sauberem Strom kann zu keinem Zeitpunkt gratis sein. Solange CO2 in Europa emittiert wird und Atomstrom Risiken verursacht, muss Ökostrom, der zur Entlastung dieser Gefahren beiträgt, mit einem Mindestpreis für seinen Umweltnutzen abgegolten werden.

"Ein von der EU angedachter Stopp bzw. ein baldiges Auslaufen der Ökostromförderung wäre eine Salto rückwärts der Energiewende" schließt Mayer.

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