Peter Schieder verstorben - Darabos/Rudas: Sozialdemokratie tief betroffen

Schieder heute nach schwerer Krankheit verstorben

Wien (OTS/SK) - Peter Schieder, langjähriger SPÖ-Nationalratsabgeordneter, Wiener Stadtrat, ehemaliger SPÖ-Zentralsekretär und Mitglied des Europarates, ist heute nach schwerer Krankheit verstorben, geben die SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und Laura Rudas bekannt. "Wir sind erschüttert. Unser Mitgefühl gilt vor allem der Familie, der wir viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen", so Darabos und Rudas am Freitag. ****

"Die ganze Sozialdemokratie trauert um Peter Schieder - er war einer der profiliertesten, anerkanntesten und engagiertesten sozialdemokratischen Politiker der letzten Jahrzehnte, der sein Leben innen- und außenpolitisch dem Dienst an der Republik und seiner Arbeit für Gerechtigkeit und internationalen Dialog gewidmet hat", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Vor allem auch seine außenpolitische Arbeit, seine Expertenfunktion in den Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten, machten Peter Schieder auch über Österreichs Grenzen hinaus anerkannt und beliebt. "Er war ein homo politicus im besten Sinn des Wortes, ein Sozialdemokrat mit Herz und Hirn, der auch immer über den Tellerrand geblickt und internationale Entwicklungen mitgestaltet hat."

Peter Schieder wurde 1941 in Wien geboren. Er machte Matura und war schon von Jugend an politisch interessiert. So war er von 1964 bis 1972 Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreichs. 1970 wurde er als damals jüngster Abgeordneter in den Nationalrat entsandt. 1973 wechselte er in die Wiener Kommunalpolitik und war bis 1984 Stadtrat. 1984 kehrte er wieder in den Nationalrat zurück und übernahm außerdem bis 1988 die Funktion des Zentralsekretärs der SPÖ. Bei seinem Ausscheiden aus dem Nationalrat 2006 war er der dienstälteste Abgeordnete.

Als profilierter Außenpolitiker wurde Peter Schieder 1994 Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates und Vorsitzender der österreichischen Delegation zur parlamentarischen Versammlung des Europarates, deren Präsident er von 2002 bis 2005 war, danach war er Ehrenpräsident. (Schluss) ah/mo

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