Bundesjugendvertretung zum Equal Pay Day: 85 Tage zuviel!

Die BJV fordert bessere Berufsorientierung und Maßnahmen gegen Ungleichbehandlung am Arbeitsmarkt.

Wien (OTS) - Zum morgigen Equal Pay Day macht die Bundesjugendvertretung (BJV) darauf aufmerksam, dass junge Frauen nach wie vor mit ungleichen Voraussetzungen am Arbeitsmarkt zu kämpfen haben: "Ab morgen arbeiten Frauen im Durchschnitt 85 Tage gratis, das sind 85 Tage zu viel", kritisiert die BJV-Vorsitzende Laura Schoch.
Für die BJV ist es beschämend, dass die Lohnschere zwischen den Geschlechtern weiterhin stark auseinanderklafft. "Nach wie vor verdienen Frauen um 23 Prozent weniger als Männer, das sind im Jahr durchschnittlich rund 10.550 Euro", betont Schoch.

Gehälter offenlegen

Nach vielen Worten für mehr Geschlechtergerechtigkeit müssten jetzt endlich Taten folgen, die sofortige Wirkung zeigen: "Die Offenlegung der Gehälter sowie Sanktionen bei ungleicher Bezahlung müssen von der nächsten Bundesregierung sofort angegangen werden", fordert Schoch. Außerdem müssen Maßnahmen bereits im Bildungssystem ansetzen: "Junge Frauen sollen besonders in jenen Berufsfeldern gefördert werden, die nach wie vor männlich dominiert sind. Wir fordern hier ein Pflichtfach für Berufsorientierung, das geschlechterspezifisch angelegt ist", so Schoch.
Gleichzeitig müssen Berufsfelder, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, endlich finanziell aufgewertet werden, erklärt die Vorsitzende: "Es kann nicht sein, dass gerade in jenen Berufen, in welchen hauptsächlich Frauen tätig sind, das Lohnniveau am niedrigsten ist. Diese Ungleichbehandlung muss endlich abgeschafft werden!"

Frauen stärker armutsgefährdet

Die BJV-Vorsitzende weist auch darauf hin, dass Frauen, insbesondere Alleinerzieherinnen, stärker armutsgefährdet sind und fordert hier Gegensteuerung: "Durch die längst fällige Aufwertung ihrer Arbeit und Entlastung von unbezahlten Betreuungspflichten müssen Frauen endlich aus der Armutsfalle entkommen können. Ein Land wie Österreich darf sich solche soziale Ungleichheiten, die sich auch massiv auf Kinder und Jugendliche auswirken, nicht länger leisten!"
Für die BJV sind daher eine großangelegte Initiative im Bereich Pflege und Kinderbetreuung sowie Sensibilisierung und stärkere Kontrollen am Arbeitsmarkt das Gebot der Stunde. "Die neue Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass der Equal Pay Day in Österreich bald Geschichte ist", so Schoch abschließend.

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