Regierungssitzung 2 - Klares Bekenntnis zum Flughafen Klagenfurt

Zukunftsstrategien und grundsätzliche Entscheidungsfindungen notwendig - Flughafen wichtig für Reputation eines Bundeslandes

Klagenfurt (OTS/LPD) - Vor der Regierungssitzung seien wichtige Informationen zur Zukunft des Klagenfurter Flughafens von Flughafengeschäftsführer Max Schintlmeister, Flughafen-Aufsichtsrat Andreas Skorianz sowie vom Vorstandsvorsitzenden der Kärntner Landesholding, Hans Schönegger, geliefert worden. Das berichtete heute, Montag, der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser im Rahmen des Pressefoyers in der Kärntner Landesregierung. Zukunftsstrategien und grundsätzliche Entscheidungsfindungen seien notwendig, denn ein Flughafen sei sowohl für die Reputation eines Bundeslandes als auch in verkehrstechnischer Sicht und für den Wirtschaftsstandort ungemein wichtig.

"Bis zum Jahr 2025 wird eine Steigerung der Passagierzahlen auf 450.000 und ein ausgeglichenes Gebaren bei gleichem Personalstand angestrebt", berichtete der Landeshauptmann. Die Verbesserung und Renovierung der Rollbahn müsse bis 2015 auf Schiene sein, da sonst große Reparaturkosten entstehen würden. "Die Sanierung muss so rasch wie möglich erfolgen, da für die Instandhaltung rund 400.000 Euro aufgewendet werden müssen und für einen Neubau insgesamt elf Millionen Euro", so Kaiser. Auch in den Betrieb eines Flughafens wie beispielsweise in Löschfahrzeuge oder Enteisungsgeräte müsse, egal wie viele Flüge es gebe, immer investiert werden. "Wir werden alles versuchen, die notwendigen Weichenstellungen vorzunehmen", sagte Kaiser und berichtete, dass dabei auch die Stadt Klagenfurt als 20 Prozent-Eigentümer mitwirken werde.

Man lasse aber auch das Szenario eines Zurückfahrens des Flughafens von der Flughafengesellschaft prüfen. "Dabei sind alle Kosten und Folgewirkungen miteinzubeziehen", so der Landeshauptmann. Die Tendenz sei aber, den Flughafen zu erhalten, wobei auch die Beschäftigungen und sämtliche bauintensive Maßnahmen zu beachten seien.

Ein klares Bekenntnis zum Klagenfurter Flughafen gab es auch von Tourismuslandesrat Wolfgang Waldner. "Es gehe um die Infrastruktur und die Identität des Landes sowie um den Tourismus und wir müssen alles unternehmen, um den Flughafen zu erhalten", betonte Waldner. Es müsse ein Zusammenspiel aller Kräfte geben und man sei bereits auf breiter Basis in Diskussion. Um das Passagieraufkommen zu erhöhen gebe es 200.000 Euro von der Kärnten Werbung sowie eine Verdoppelung durch Regionen und Wirtschaftskammer.

Landesrat Rolf Holub berichtete, dass man von den Mängeln rund um den Flughafen bereits seit zehn Jahren Kenntnis habe. Eine vernünftige Vorausplanung sei notwendig, denn der Flugverkehr werde es auch in Zukunft nicht leicht haben. "Aber ich teile den Optimismus des neuen Leiters Schintlmeister, dass wir von einer Steigerung der Passagierzahlen auf 500.000 Euro nicht so weit weg sind", sagte Holub. Ein Shutdown des Flughafens sei jedenfalls keine Alternative. (Schluss)

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