Bundesheer: Entminungsdienst 2013 bereits 750 Mal im Einsatz

Experten sorgen für Sicherheit

Wien (OTS/BMLVS) - Diese Woche fand der 750. Einsatz des Entminungsdienstes (EMD) im Jahr 2013 statt. Mehr als 1.000 Mal pro Jahr rücken die Mitarbeiter des Entminungsdienstes zu Einsätzen aus. Seen und Flüsse zählen dabei ebenso zum Einsatzgebiet wie Waldgebiete, Städte oder alpines Gelände. Seit 1945 existiert der Entminungsdienst, seit Jänner 2013 ist er beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport angesiedelt.

Die Aufgabe des Entminungsdienstes ist es, "Kriegsmaterial bis 1955" zu beseitigen. Das Szenario: Eine Person findet ein Kriegsrelikt und benachrichtigt die Polizei, welche in Folge über den diensthabenden Offizier im Lagezentrum den Entminungsdienst verständigt. Im Sinne der öffentlichen Sicherheit wird dieses Kriegsrelikt dann als Service der Landesverteidigung vom Entminungsdienst kostenlos beseitigt.

Dazu fahren Mitarbeiter des EMD zum Einsatzort, um die aufgefundenen Kriegsrelikte der beiden Weltkriege zu beurteilen und zu identifizieren. Vor allem wird abgeklärt, ob es sich um einen Blindgänger oder um abgelegte, also funktional gesicherte Munition handelt. Je nach Gefahreneinstufung wird diese dann entschärft, geborgen, abtransportiert und später auf militärischen Sprengplätzen unschädlich gemacht. Besonders gefährliche Munition wird an der Fundstelle vernichtet.

Ein Hantieren mit Munition ist für Unbefugte äußerst gefährlich. Daher wird von Seiten des Entminungsdienstes nachdrücklich darauf hingewiesen, dass gefundene Munition nicht berührt werden soll. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials soll die Lage der aufgefundenen unbekannten Kriegsrelikte in keinem Fall verändert werden.

Darüber hinaus ist der EMD fünf Mal pro Jahr bei geplanten größeren Einsätzen tätig. Dabei handelt es sich auch um die Suche nach Relikten in österreichischen Gewässern. Mitarbeiter des EMD säubern dabei betroffene Uferbereiche und sorgen somit für die Sicherheit der Bevölkerung.

Nähere Informationen zum Entminungsdienst des BMLVS:
www.bundesheer.at/entminungsdienst.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001