Harald Sicheritz inszeniert ORF/ARD-Historien-Melodram "Clara Immerwahr"

Katharina Schüttler in der Titelrolle, u. a. mit Maximilian Brückner, August Zirner und Peter Simonischek in weiteren Rollen

Wien (OTS) - Während die Dreharbeiten zum ORF/ZDF-Thriller "Sarajevo" (AT) dieser Tage zu Ende gehen, wird auch schon wieder an der nächsten fiktionalen Produktion gearbeitet, die ganz im Zeichen des Gedenkjahres 2014 steht. Denn seit Dienstag, dem 24. September 2013, gibt Katharina Schüttler (zuletzt im ORF/ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter") in der gleichnamigen ORF/ARD-Koproduktion die titelgebende "Clara Immerwahr". Gemeinsam mit ihrer großen Liebe Fritz Haber (Maximilian Brückner), beide brillante Chemiker, will sie die Welt verändern - bis genau daran schließlich nicht nur die Beziehung zerbricht. Neben Katharina Schüttler und Maximilian Brückner sind in weiteren Rollen unter der Regie von Harald Sicheritz u. a. August Zirner, Stefanie Dvorak, Elisabeth Orth, Peter Simonischek, Philipp Hochmair, Simon Schwarz, Wolf Bachofner und Adele Neuhauser zu sehen. Die Dreharbeiten in Österreich (Wien und Niederösterreich) und Deutschland dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Für das Drehbuch zeichnen Susanne Freund und Burt Weinshanker verantwortlich.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, die dem Set einen Besuch abstattete: "Geschichten, die das Leben schreibt, sind die beeindruckendsten. Das Schicksal der zu Unrecht unbekannten Chemikerin Clara Immerwahr ist eine davon und muss erzählt werden. Entschlossenheit, Konsequenz und Geradlinigkeit prägen das Leben dieser außergewöhnlichen Frau. Clara Immerwahr steht zusammen mit Namen wie Bertha von Suttner oder den englischen Suffragetten am Anfang einer Frauenrechts- und Friedensbewegung in Europa, die das gesellschaftliche Gefüge des 20. Jahrhunderts nachhaltig veränderten. Wir haben uns für die Verfilmung des Stoffes entschieden, weil die Mischung aus historischen Fakten, der persönlichen Tragödie vor dem Hintergrund einer Gesellschaft im Umbruch, dem Ersten Weltkrieg und der Charakterstärke der Protagonistin alle unverwechselbaren Zutaten hat, die unserem Publikum ein fesselndes, informatives und emotionales Fernsehvergnügen garantiert. Ich bedanke mich bei unseren Partnern der ARD, die gemeinsam mit dem ORF, MR-Film und den beteiligten heimischen Filmförderern Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien dieses Projekt möglich machen."

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Ende des 19. Jahrhunderts: Die brillante Clara Immerwahr (Katharina Schüttler) verfolgt gegen alle Widerstände der Zeit ihre Begabung für die Naturwissenschaften. Als erste Frau promoviert sie an der Universität Breslau. Sie heiratet ihre große Liebe, den Chemiker und späteren Nobelpreisträger Fritz Haber (Maximilian Brückner). In seinem Schatten betreibt sie in Karlsruhe und später Berlin zumeist ohne Lohn und Anerkennung herausragende chemische Forschungen. Beide verfolgen das Ziel, Wissenschaft und Forschung zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Haber macht Karriere. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs werden die Militärs auf seine Erfindungen aufmerksam. Er bedient sie mit einer neuen Erfindung: Kampfgas, das verheerende Wirkungen zeitigt. Clara ist entsetzt, alle ihre Ideale von Friede und Fortschritt von ihrem Mann verraten zu sehen. In aller Öffentlichkeit missbilligt sie das Tun ihres Mannes als "Perversion der Wissenschaft". Das Ehepaar entfremdet sich. Sie wird Frauenrechtlerin der ersten Tage, er gefeierte Stütze des deutschen Rüstungsprogramms. Als die gemeinsame Erfindung Zyklon B am Schlachtfeld eingesetzt wird, zieht sie die letzte Konsequenz.

"Clara Immerwahr" ist eine Produktion der MR-Film in Koproduktion mit dem ORF und ARD, gefördert vom Fernsehfond Austria und Filmfonds Wien.

100 Jahre Erster Weltkrieg im ORF

Zahlreiche ORF-Dokumentationen und internationale Dokumentarserien beschäftigen sich im Gedenkjahr 2014 einerseits mit den Hintergründen, Ursachen und Folgen des Ersten Weltkriegs bzw. zeigen anhand persönlicher Schicksale von Männern, Frauen und Kindern, was dieser Krieg in Europa und der Welt mit den Menschen angerichtet hat. Hochkarätig besetzte Neuverfilmungen, Filmklassiker sowie völkerverbindende Konzerte ergänzen das umfangreiche Programmangebot von ORF eins, ORF 2, ORF III, 3sat, den ORF-Radios und dem ORF.at-Netzwerk. Ausführliche Infos sind in einer Überblicks-Pressemappe unter http://presse.ORF.at zu finden.

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