ÖH: Zeit für eine echte Orientierungsphase!

Rechnungshofbericht zeigt klar - Schaffung einer echten Orientierungsphase muss Priorität bei den Koalitionsverhandlungen haben

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) teilt die Kritik des Rechnungshofes an der Studieneingangs- und Orientierungsphase und fordert endlich eine Reform dieser, die es seit Anfang des Wintersemesters auch an Pädagogischen Hochschulen gibt. "Es braucht eine echte Orientierungsphase, anstatt das gescheiterte Experiment STEOP weiterhin am Rücken der Studierenden auszutragen", so Bernhard Lahner vom Vorsitzteam der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Ziel unserer Orientierungsphase ist es, Studierenden die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Studienrichtungen, alle Hochschulen und wissenschaftliche Grundlagen kennenzulernen.

"Die StEOP hat den Auftrag, erst die sachliche Entscheidungsgrundlage für die persönliche Beurteilung einer Studienwahl zu schaffen und es darf keine willkürliche Aneinanderreihung von Lehrveranstaltungen sein, die zufällig am Beginn des Studiums liegen", so Lahner weiter. Die Gesetzesnovelle zur StEOP ist im März 2011 in Kraft getreten, wodurch die Hochschulen gezwungen waren, die Eingangsphase innerhalb von drei Monaten umzusetzen. Meist wurden schon bestehende Lehrveranstaltungen einfach in StEOP-Veranstaltungen umgewandelt. Auch die Bandbreite der ECTS-Punkte an den unterschiedlichen Universitäten ist absurd. So sind an der Universität Klagenfurt in der StEOP 0,5 Punkte und an der Universität Wien 30 Punkte zu absolvieren. Dadurch wird es an einigen Hochschulen unmöglich, den Leistungsnachweis für Beihilfen zu bringen. "Es ist kein Wunder, dass dadurch nie eine echte Orientierungsphase entstehen kann" meint Lahner, "bis heute existieren zu viele Unklarheiten am Studienbeginn, die endlich beseitigt werden müssen!"

Die Österreichische HochschülerInnenschaft hat im Zuge von Forum Hochschule ein Konzept für eine echte Orientierungsphase geschaffen. Zur Studienorientierung und Einführung in das Studienwesen soll hierbei ein Semester als Orientierungsphase eingeführt werden. Dieses soll vor dem regulären Studium von allen angehenden Studierenden absolviert werden. Danach steht es den Studierenden frei, sich für eine oder mehrere Studienrichtungen zu entscheiden. "Es ist als klarer Auftrag an die neue Regierung zu sehen, endlich Klarheit in diese Orientierungsphase zu schaffen. Der Studienbeginn soll für NeueinsteigerInnen wieder an Qualität gewinnen und an Qual verlieren", meint Lahner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bettina Mühleder
Pressesprecherin
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Tel.: 0676/88852212
Mail: bettina.mühleder@oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0002