ARGE-Lehrer/innen: Weltlehrer/innentag ist Hoffnungstag

Der Schlüsselberuf Lehrer/in braucht endlich wieder Anerkennung durch die Bildungspolitik.

Wien (OTS) - Hoffnungsfroh zeigt sich Paul Kimberger, der Vorsitzende der ARGE Lehrer/innen in der GÖD, anlässlich des morgigen Weltlehrer/innentages: "In den letzten sieben Jahren hat eine von oben verordnete "Reformitis" den Lehrberuf zu einer Arbeit ohne Maß gemacht. Möge der Weltlehrer/innentag für die Österreichischen Pädagoginnen und Pädagogen der Beginn einer neuen Ära in der Bildungspolitik sein!"

"Der rasante gesellschaftliche Umbruch der letzten Jahrzehnte hat die Situation vieler Familien deutlich erschwert. Viele Alleinerziehende, aber auch viele Elternpaare brauchen dringend professionelle Unterstützung, wenn es um die Zukunft ihrer Kinder geht", so die Vorsitzende der Gewerkschaft der Berufsschullehrer/innen Judith Roth.

Jürgen Rainer, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft, ergänzt: "Der Ausgleich familiärer Defizite kann aber von den Schulen nur dann bewältigt werden, wenn dringend benötigtes pädagogisches Unterstützungspersonal rasch und in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt wird. Die in den Dienstrechtsverhandlungen angebotenen personellen Ressourcen zeugen davon, dass vielen politisch Verantwortlichen die Dramatik der Situation in keiner Weise bewusst ist."

Eckehard Quin, der Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft, dankt namens aller Bundesvorsitzenden den österreichischen Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement: "Trotz widriger Rahmenbedingungen bereitet Österreichs Schule junge Menschen weit erfolgreicher auf ihre Zukunft vor, als dies in den meisten anderen Staaten der OECD gelingt. Dies zeigt sich in beeindruckender Weise an der im internationalen Vergleich extrem niedrigen Jugendarbeitslosigkeit. Staaten, die von der OECD über ihre PISA-Studien hochgejubelt wurden, beneiden Österreich."

Dominikus Plaschg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Landwirtschaftslehrer/innen, betont die dringend notwendige Anerkennung der pädagogischen Berufe im ideellen und materiellen Sinn. "Der Entwurf zum neuen Lehrer/innendienstrecht beinhaltet das krasse Gegenteil. Die Politik wäre gut beraten, die über 1700 kritischen Stellungnahmen ernst zu nehmen und ihre Haltung grundlegend zu überdenken!"

Der Aufschrei vieler Lehramtsstudentinnen und -studenten beweist für Kimberger, dass dringender Handlungsbedarf besteht: "Wenn die Politik für künftige Junglehrer/innen ein Paket aus Arbeitszeiterhöhung und niedrigerer Lebensverdienstsumme schnürt, werden sich immer weniger junge Menschen für den Lehrer/innenberuf entscheiden."

"Wir sind es unserer Jugend schuldig, die Besten für den Lehrberuf zu gewinnen. Die Weichenstellungen beim neuen Dienstrecht sind von entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche und soziale Zukunft unseres Landes. Wir treten an 365 Tagen des Jahres für ein leistungsstarkes Schulwesen ein. Am Weltlehrer/innentag 2013 fordern wir Österreichs Politik auf, umzudenken und neu zu starten", so die Vorsitzenden abschließend.

Paul Kimberger, Vorsitzender der APS-Gewerkschaft und Vorsitzender der ARGE Lehrer/innen in der GÖD
Judith Roth, Vorsitzende der Gewerkschaft der Berufsschullehrer/innen Dominikus Plaschg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Landwirtschaftslehrer/innen
Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft
Jürgen Rainer, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft

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Paul Kimberger,
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