• 04.10.2013, 16:17:29
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ARGE-Lehrer/innen: Weltlehrer/innentag ist Hoffnungstag

Der Schlüsselberuf Lehrer/in braucht endlich wieder Anerkennung durch die Bildungspolitik.

Utl.: Der Schlüsselberuf Lehrer/in braucht endlich wieder
Anerkennung durch die Bildungspolitik. =

Wien (OTS) - Hoffnungsfroh zeigt sich Paul Kimberger, der Vorsitzende
der ARGE Lehrer/innen in der GÖD, anlässlich des morgigen
Weltlehrer/innentages: "In den letzten sieben Jahren hat eine von
oben verordnete "Reformitis" den Lehrberuf zu einer Arbeit ohne Maß
gemacht. Möge der Weltlehrer/innentag für die Österreichischen
Pädagoginnen und Pädagogen der Beginn einer neuen Ära in der
Bildungspolitik sein!"

"Der rasante gesellschaftliche Umbruch der letzten Jahrzehnte hat
die Situation vieler Familien deutlich erschwert. Viele
Alleinerziehende, aber auch viele Elternpaare brauchen dringend
professionelle Unterstützung, wenn es um die Zukunft ihrer Kinder
geht", so die Vorsitzende der Gewerkschaft der
Berufsschullehrer/innen Judith Roth.

Jürgen Rainer, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft, ergänzt: "Der
Ausgleich familiärer Defizite kann aber von den Schulen nur dann
bewältigt werden, wenn dringend benötigtes pädagogisches
Unterstützungspersonal rasch und in ausreichender Zahl zur Verfügung
gestellt wird. Die in den Dienstrechtsverhandlungen angebotenen
personellen Ressourcen zeugen davon, dass vielen politisch
Verantwortlichen die Dramatik der Situation in keiner Weise bewusst
ist."

Eckehard Quin, der Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft, dankt namens
aller Bundesvorsitzenden den österreichischen Lehrerinnen und Lehrern
für ihr Engagement: "Trotz widriger Rahmenbedingungen bereitet
Österreichs Schule junge Menschen weit erfolgreicher auf ihre Zukunft
vor, als dies in den meisten anderen Staaten der OECD gelingt. Dies
zeigt sich in beeindruckender Weise an der im internationalen
Vergleich extrem niedrigen Jugendarbeitslosigkeit. Staaten, die von
der OECD über ihre PISA-Studien hochgejubelt wurden, beneiden
Österreich."

Dominikus Plaschg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der
Landwirtschaftslehrer/innen, betont die dringend notwendige
Anerkennung der pädagogischen Berufe im ideellen und materiellen
Sinn. "Der Entwurf zum neuen Lehrer/innendienstrecht beinhaltet das
krasse Gegenteil. Die Politik wäre gut beraten, die über 1700
kritischen Stellungnahmen ernst zu nehmen und ihre Haltung
grundlegend zu überdenken!"

Der Aufschrei vieler Lehramtsstudentinnen und -studenten beweist
für Kimberger, dass dringender Handlungsbedarf besteht: "Wenn die
Politik für künftige Junglehrer/innen ein Paket aus
Arbeitszeiterhöhung und niedrigerer Lebensverdienstsumme schnürt,
werden sich immer weniger junge Menschen für den Lehrer/innenberuf
entscheiden."

"Wir sind es unserer Jugend schuldig, die Besten für den Lehrberuf
zu gewinnen. Die Weichenstellungen beim neuen Dienstrecht sind von
entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche und soziale Zukunft
unseres Landes. Wir treten an 365 Tagen des Jahres für ein
leistungsstarkes Schulwesen ein. Am Weltlehrer/innentag 2013 fordern
wir Österreichs Politik auf, umzudenken und neu zu starten", so die
Vorsitzenden abschließend.

Paul Kimberger, Vorsitzender der APS-Gewerkschaft und Vorsitzender
der ARGE Lehrer/innen in der GÖD
Judith Roth, Vorsitzende der Gewerkschaft der Berufsschullehrer/innen
Dominikus Plaschg, Vorsitzender der Gewerkschaft der
Landwirtschaftslehrer/innen
Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft
Jürgen Rainer, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft

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