ÖAMTC: Schlüssel zu mehr Verkehrssicherheit liegt nicht in der Geldbörse der Autofahrer

Vermehrte Präsenz und nicht vermehrtes Abstrafen ist die beste Prävention

Wien (OTS) - Dem heute bekanntgewordenen Plansoll für Polizisten kann ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer nur wenig abgewinnen. "Erwiesenermaßen ist die Wahrscheinlichkeit durch verstärkte Polizeipräsenz bei vorschriftswidrigem Verhalten erwischt zu werden, die beste Prävention." Polizisten mit einer beliebigen "pro Kopfquote" unter Erfolgsdruck zu setzen, ist dafür jedoch der falsche Weg.

"Wenn eine gewisse Zahl an Abstrafungen 'belohnt' oder gar deren Unterschreiten geahndet wird, dann hat das rein gar nichts mit Verkehrssicherheit zu tun", hält Hoffer fest. Aus Sicht des ÖAMTC heißt das nämlich nichts anderes, als dass die Polizisten bewusst an Stellen Position beziehen, wo es erfahrungsgemäß zu solchen Delikten kommt. "Richtiger wäre es jedoch, diese Punkte so zu entschärfen, dass die Übertretung erst gar nicht stattfinden kann", erklärt der ÖAMTC-Jurist. Das könnten etwa Verbesserungen der Ampelschaltung, das Entfernen von Sichthindernissen oder die Überprüfung der Notwendigkeit von Tempolimits sein. "Die Polizei soll nicht nur abstrafen und kassieren sondern auch von ihrem Recht auf Abmahnung Gebrauch machen", fordert Hoffer weiters. "Zudem könnten Hinweise von verantwortungsbewussten Beamten auf Verbesserungspotenziale im Straßenverkehr als Kriterium einer Zielvorgabe herangezogen werden, nicht aber eine 'Kopfquote'."

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