"Thema" am 7. Oktober: Lampedusa - Tod an den Toren Europas

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 7. Oktober 2013, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Lampedusa: Tod an den Toren Europas

"Sie waren voller Hoffnungen auf ein neues Leben. Die Kinder hatten neue Schuhe an den Füßen. Jetzt haben wir kaum noch Platz für die Särge", erzählen Helfer im Hafen der süditalienischen Insel Lampedusa. Hunderte Flüchtlinge aus Afrika, unter ihnen viele Frauen und Kinder, sind ertrunken. Ihr Schiff mit etwa 500 Menschen an Bord hatte knapp vor dem Ziel einen Defekt. Um auf sich aufmerksam zu machen, haben sie Decken in Brand gesetzt und übersehen, dass auch Benzin an Deck war. Das Boot geriet in Brand, ist gekentert und gesunken. Nur 141 Menschen haben das Unglück überlebt. Seit Jahren ist der EU das Problem bekannt. Seit Jahren versuchen Menschen aus Afrika nach Europa zu kommen - koste es, was es wolle. Die Verzweiflung der Menschen ist so groß, dass sie auch ihr Leben riskieren. Die Behörden in Süditalien beklagen, von der EU allein gelassen zu werden. Franz Normann und Markus Stachl berichten.

Plötzlich im Rollstuhl: Der Weg in ein anderes Leben

Es hätte ein traumhafter Bergaufstieg auf die Reichenspitze in den Zillertaler Alpen werden sollen. Die 56-jährige Krankenschwester Theresa Galistl ist auf über 3.000 Metern Höhe mit einer Gruppe unterwegs. Plötzlich stürzt die gesamte Seilschaft über einen Gletscherhang ab. Frau Galistl spürt ihre Beine nicht mehr. 2.556 Menschen sind heuer in Österreichs Bergen verunglückt, für 135 Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät. Für Schwerverletzte wie Frau Galistl beginnt ein langer Weg in ein neues Leben. Ein Weg voll Höhen und Tiefen, doch die Oberösterreicherin wird von Familie und Freunden und von ihrem unerschütterlichen Lebensmut getragen: "Ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich nun im Rollstuhl sitze!", diese Botschaft ist ihr wichtig. Markus Voglauer hat Frau Galistl fast ein Jahr lang bei der Rehabilitation und bei ihren ersten Erfahrungen mit dem Alltag zu Hause begleitet.

Vater im SOS-Kinderdorf

"Wir sind wie ein Flughafen, verschiedene Kinder kommen und gehen, wir wissen oft nicht, wie lange sie bleiben. Aber wir sind das Bodenpersonal und müssen sie in dieser Zeit mit dem Wichtigsten ausstatten und ihnen alles geben", sagt Helmut Barnstedt, einer der wenigen "Väter" in einem SOS-Kinderdorf. Selbst Vater von zwei Kindern, kümmert er sich um zwölf Mädchen und Buben, die aus krisengeschüttelten Familien kommen. Verschiedene, oft schwierige Charaktere prallen aufeinander - doch alle Kinder haben eines gemeinsam: Sie sind an ihrer Situation schuldlos. Steffi Hawlik und Manfred Preiss haben mit ihnen vier Tage und vier Nächte im Haus 9 im SOS-Kinderdorf Pinkafeld verbracht.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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