Korun zu Flüchtlingstragödie vor Lampedusa: Abschottung Europas kostet jeden Tag Menschenleben

Grüne: Legale Einreise statt Schlepperhilfe für Schutzsuchende

Wien (OTS) - "Die europäische Flüchtlingspolitik muss endlich konkrete Taten setzen, wenn sie weitere Flüchtlingstragödien vor den Toren Europas abwenden will. Die rigide Abschottung Europas ist nicht nur kleinlich gemessen an dem geringen Prozentsatz an internationalen Flüchtlingen, die wir jährlich aufnehmen, sondern kostet jeden Tag Menschenleben", sagt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen zur Flüchtlingslage an den EU-Außengrenzen und ergänzt: "Für Menschen in einer verzweifelten Lage immer höhere Hürden zu bauen sorgt nur dafür, dass sie immer mehr riskieren müssen, um diese Hürden zu überwinden. Es löst aber das Problem nicht, vielmehr fördert die EU damit das Schleppergeschäft und auch überfüllte, unsichere Flüchtlingsboote".

"Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist es, Schutzsuchenden eine legale Einreise in die EU zu ermöglichen. Diese könnten geordnet hier ankommen, ihre Asylverfahren führen und müssten dafür nicht zuerst Hab und Gut verkaufen, sich in die Hände von Schleppern begeben und traumatisierende Erlebnisse oder gar den Tod auf der Reise riskieren. Die Schlepperei als Wirtschaftszweig wäre trocken gelegt. Statt bloß zu Reden müssen die EU-Kommission und der Rat endlich handeln", meint Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001