Strache: FPÖ ist einzige stabile und verlässliche politische Kraft

SPÖ und ÖVP sind völlig in sich zerrissen

Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz nahmen FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache und FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl zu den gegenwärtigen Entwicklungen in der österreichischen Innenpolitik Stellung.

Zu Beginn befasste sich Strache mit dem BZÖ und dem Team Stronach. "Dabei zeigt sich genau das, was wir vor den Wahlen schon mehrmals gesagt haben: dass nämlich eine Stimme für eine dieser beiden Gruppierungen leider eine verlorene Stimme ist." Das BZÖ biete ein lächerliches Schauspiel, der Verrat hole die Verräter ein. Strache gratulierte Stefan Petzner zwar dazu, mit Ewald Stadler einen neuen Lebensmenschen gefunden zu haben, aber in der FPÖ werde es für diese beiden sicher keinen Platz geben. Herbert Kickl stellte die Frage, wie sich Stadler wohl fühle, weil er als Haiders Dobermann begonnen habe und seine Karriere nun als Petzners Schoßhündchen beende.

"Wir sind kein Sammelbecken für gescheiterte politische Existenzen", betonte Strache. "Das gilt auch für die Herrschaften, die jetzt für das Team Stronach, das jetzt schon einen Erosionsprozess erlebt, im Nationalrat sitzen. Bei manchen wäre das sozusagen ein vollendeter Kreis: Von der FPÖ zum BZÖ zu Stronach zur FPÖ." Das werde man sicher nicht zulassen. Dabei handle es sich um Leute, die den Opportunismus zum Lebensprinzip erhoben hätten. "Die stehen quasi jeden Morgen vor ihrem Kleiderschrank und fragen sich: Welche Weltanschauung ziehe ich denn heute an?" Solche Figuren brauche Österreich nicht. Eine Ausnahme sei lediglich der Sonderfall Kärnten. Dort sei man für alle offen, die in die freiheitliche Familie zurückkehren wollten.

Wenn es dem BZÖ und Stronach nicht gelungen wäre, ihre gutgläubigen Wähler hinters Licht zu führen, dann wäre die FPÖ jetzt die stärkste Kraft im Lande, betonte Strache. Das zeige aber auch, warum es diese beiden Parteien überhaupt gebe, nämlich um der FPÖ zu schaden. Die Gründung des BZÖ wurde 2005 von der ÖVP forciert mit dem Ziel, die FPÖ zur Konkursmasse zu machen. Wolfgang Schüssel war damals federführender Architekt. Bei Stronach sei die Eitelkeit eines mittlerweile im Alter doch sehr weltfremd gewordenen Milliardärs ausgenutzt worden. Natürlich glaube niemand, dass die SPÖ mit den Fingern geschnippt habe nach dem Motto "Fränk, mach mal eine Partei." Aber man sollte vielleicht einmal nachfragen, wie gut die Kontakte Stronachs zu einem Herrn Vranitzky noch seien und inwieweit dieser ihn subtil in seinen politischen Ambitionen bestärkt habe.

SPÖ und ÖVP wiederum seien in sich völlig zerrissen. "In der SPÖ erheben sich ja mittlerweile einige Stimmen der Vernunft, die fordern, die dümmliche Ausgrenzungspolitik gegenüber der FPÖ zu beenden", erklärte Strache. "Ob sie sich damit durchsetzen können, bleibt abzuwarten." Faymann klammere sich wie ein Ertrinkender an die ÖVP, das habe der Wahlkampf auch gezeigt. Strache erinnerte an Faymanns Sager bei ATV: "Bitte lasst's mir den Michael als Vizekanzler."

Die ÖVP wiederum wolle auf jeden Fall in der Regierung bleiben, egal wie, meinte Strache. Aber letztlich komme es dort auf die Tagesbefindlichkeit des Erwin Pröll an. Man höre ja gerüchteweise schon, dass die ÖVP bereit sei, die Koalition wie gehabt fortzusetzen, wenn die SPÖ im Gegenzug 2016 bei den Präsidentschaftswahlen darauf verzichte, einen Gegenkandidaten zu Erwin Pröll aufzustellen.

"Wir sind die einzige stabile und verlässliche politische Kraft", betonte Strache. "Die Menschen wissen sowohl bei den Themen als auch bei den Personen, woran sie bei uns sind. Mit uns gibt es keinen Flug durch die Nebelbank."

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