Erhöhung der Prospektpflicht ermöglicht bereits erste Projekte

JW-Erfolg ist 1. wichtiger Schritt für Crowdinvesting - Weitere Maßnahmen dringend notwendig

Wien (OTS/PWK688) - Im Juli wurde die Erhöhung der Prospektpflicht von 100.000 auf 250.000 Euro beschlossen. "Unser Einsatz hat sich bezahlt gemacht. Das war ein wichtiger Schritt und ein erster Etappenerfolg. Die Saat geht bereits auf. Das zeigen einige Projekte, die sich erst aufgrund dieser Maßnahme durch Crowdinvesting finanzieren können", freut sich Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW).

Crowdinvesting stärkt Unternehmen und schafft Arbeitsplätze in der Region
Zwei Projekte der Bürgerbeteiligungs-Plattform MCE, die sich mit Hilfe von Kleininvestoren finanzieren, sind Paradebeispiele, wie durch Crowdinvesting Unternehmen vor Ort gestärkt werden und damit regionale Wertschöpfung geschaffen wird. Mit Unterstützung seiner Kunden plant etwa ein regionaler Sportartikelhändler seinen langjährigen Betrieb und in Folge die damit verbundenen Arbeitsplätze abzusichern. Zusätzlich können durch die Finanzierung in diesem Betrieb auch zwei Arbeitsplätze für Personen mit Beeinträchtigung geschaffen werden.

Ein Tiroler Traditionsunternehmen im Bereich des Holzbaus nutzt ebenfalls die ergänzende Finanzierungsform. Im Rahmen der Standorterweiterung beteiligen sich Kunden und Gemeindebürger am Neubau einer Fertigungshalle. Das Dach wird mit einer Photovoltaik-Anlage versehen. Damit profitiert die Region in Form von lokaler Wertschöpfung und der Neuschaffung von Arbeitsplätzen. Daneben sorgt die installierte Photovoltaikanlage für sauberen Strom und einen positiven Effekt auf die Umwelt.

Ein anderes Projekt, das über die Crowdinvesting-Plattform conda.at nach Kleininvestoren sucht, beschäftigt sich mit der Entwicklung von Software für eine Verbesserung der geistigen Gesundheit und Leistung. Insbesondere für die Länder Österreich, Schweiz und Deutschland wurde die Produktpalette erweitert. Die Jungunternehmer suchen jetzt nach einer Finanzierung für eine flächendeckende Markteinführung.

Weitere Verbesserung der Rahmendigungen unbedingt notwendig Langsam wird auch die breite Bevölkerung auf die Möglichkeiten von Crowdinvesting aufmerksam, etwa durch eine in Kürze erscheinende Show auf dem TV-Sender PULS 4 in Zusammenarbeit mit conda.at. "Trotzdem stehen wir bei Crowdinvesting in Österreich noch ganz am Anfang. Um das volle Potential zu nutzen, gehören die Barrieren weg, und eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen muss rasch umgesetzt werden. So brauchen etwa TechStartups größere Beträge als 250.000 Euro", erklärt der JW-Bundesvorsitzende. Roth verweist dabei auf die Vorschläge des Advisory Board der Jungen Wirtschaft. "Wir sollten die EU-Obergrenze bei der Prospektpflicht von 5 Millionen Euro voll ausschöpfen. Ab 500.000 Euro sieht unser Stufenmodell Informationspflichten je nach Projektvolumen vor". Außerdem plädiert der JW-Bundesvorsitzende für eine Änderung des Einlagenbegriffs im Bankwesen-Gesetz, um die Finanzierung von realwirtschaftlichen Tätigkeiten durch Projektinteressierte zu ermöglichen. "Wer junge, innovative Unternehmen und neue Arbeitsplätze möchte, darf nicht nur reden, sondern muss auch handeln. Die Politik soll ihre Scheuklappen fallen lassen und konkrete Schritte zur vollen Nutzung des Potentials von Crowdinvesting setzen", so Roth. (PM)

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