Bayr weist am WeltlehrerInnentag auf den weltweiten Mangel an Lehrpersonal hin

Mehr Budget für die Ausbildung von LehrerInnen im Globalen Lernen und der Anti-Rassismusarbeit in Österreich nötig

Wien (OTS/SK) - Das zweite Millenniumsentwicklungsziel sieht vor, dass bis zum Jahr 2015 alle Burschen und Mädchen weltweit Zugang zu einer Grundschulbildung haben. Um dieses Ziel zu erreichen, fehlen laut jüngsten Berechnungen der UNESCO anlässlich des WeltlehrerInnentages am 5. Oktober 1,6 Millionen LehrerInnen. Für Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, ergibt sich aus diesem Mangel ein Auftrag für die Entwicklungszusammenarbeit: "Wenn ein Land schlichtweg nicht die Kapazitäten hat, in die Ausbildung der Kinder zu investieren, sind internationale Geber gefragt, diese Lücke zu füllen." ****

Vor allem im Afrika südlich der Sahara besteht großer Bedarf. 902 Millionen mehr Lehrkräfte bräuchte es, um Grundschulbildung für alle SchülerInnen anzubieten. Bayr macht auch auf die Rolle von LehrerInnen in der Vermittlung internationaler Zusammenhänge aufmerksam: "LehrerInnen in Österreich haben die Chance, jungen Menschen durch Globales Lernen komplexe ökonomische, soziale, politische und ökologische Entwicklungsprozesse näherzubringen. Ist das Lehrpersonal auf diese Aufgabe gut vorbereitet, kann es den SchülerInnen helfen, diese Prozesse zu verstehen, die Möglichkeiten der Mitgestaltung zu erkennen und wahrzunehmen." Für diese Aufgabe und die Vermittlung von politischer Bildung und Anti-Rassismusarbeit müssten LehrerInnen gut vorbereitet sein. "Das Bildungsbudget sollte zukünftig auch für diese Aufgaben besser dotiert sein", fordert Bayr. (Schluss) bj

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