FPÖ-Obermayr: Übermüdete Piloten dürfen in der EU nicht gesetzlich zum Standard werden

Sicherheit von Flugpassagieren muss vor Konzerninteressen stehen

Wien (OTS) - "Glücklicherweise hat der Verkehrsausschuss den Kommissionsvorschlag abgelehnt. Nun ist das Plenum am Zug. Dort wird sich dann definitiv zeigen wie viel die Sicherheit von Fluggästen und Flugpersonal den diversen Fraktionen wirklich wert ist, oder ob wir doch ein Europa der Konzerninteressen haben", meint der freiheitliche Europa Mandatar Mag. Franz Obermayr.

Der vorliegende Gesetzesvorschlag erlaubt neben extrem langen Wachzeiten vor der Landung Nachtflüge mit bis zu 12 Stunden Dienstzeit, obwohl Wissenschaftler das Limit bei 10 Stunden setzten und Dienstpläne, die den Schlaf-Wachrhythmus durcheinanderbringen sowie unbegrenzte Bereitschaftsdienste, bei denen Crews keine Schlafmöglichkeit einplanen können. Damit ignoriert die Europäische Sicherheitsbehörde bewusst ihre eigenen Studien, die belegen, dass sich ab 10 Stunden Flugdienst die Müdigkeit um bis zu 30% erhöht.

Obermayr: "Derartige Mindeststandards für Arbeits- und Bereitschaftszeiten ausschließlich im Sinn der Industrie zu regeln, lehne ich entschieden ab! Auch die Konstruktion der Verordnung, nämlich, dass eine massiv durch Lobbyisten beeinflusste EU-Behörde (EASA) künftig ohne Kontrolle durch das EU-Parlament legislative Texte abändern kann, bedroht den Verbraucherschutz massiv und bescheinigt der EU kein gutes Demokratieverständnis."

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