Die Marke "TOP-Tierparke Österreich" ein großer Betrug?

EndZOO kritisiert Touristen- und Bürgertäuschung

Wien (OTS) - Die österreichische Tierschutzorganisation EndZOO nimmt die aktuelle Schließung des "Wildpark Enghagen" zum Anlass, scharfe Kritik an der Marke "TOP-Tierparke Österreich" zu üben.
Bereits im Juni 2012 hatte die Organisation bei mehreren Besuchen erhebliche Tierhaltungs-, Bau-, und Sicherheitsmängel im Wildpark Enghagen festgestellt und die Behörden sowie die breite Öffentlichkeit über die offensichtlichen Missstände informiert.

Aufgrund der katastrophalen und teils tierquälerischen Gefangenschaftsbedingungen kürte EndZOO den Wildpark sogar zum "Schlechtesten Zoo Österreichs". Trotz der berechtigten Kritik warb der marode Park aber weiterhin mit der ihm verliehenen Marke "TOP-Tierpark Österreich" und täuschte den Touristen und Besuchern weiterhin eine vermeintliche "sehr gute Tierhaltung", so der Wortlaut der TOP-Auszeichnung, vor. Auch das Gremium, das an die jeweiligen zoologischen Einrichtungen ihr TOP-Siegel vergibt, blieb trotz der bekannt gewordenen Mängel und Kritik danach untätig.

Fraglich an der "TOP-Tierparke"-Marke ist ohnehin die angeblich "unabhängige" Zusammensetzung des "Expertenteams". Denn auf Anfrage, wer denn die unabhängigen Experten seien, die die Einrichtungen mit einer "sehr guten Tierhaltung" auszeichnen, gab es vom Vorsitzenden Andreas Plachy bisher keine Antwort. EndZOO fordert nun eine sofortige Löschung der Marke, da nach Besuchen von EndZOO auch keine der anderen ausgezeichneten Einrichtungen eine durchweg "sehr gute Tierhaltung" aufweisen können.

"Unglaublich. Der Wildpark Enghagen, aufgrund seiner angeblich sehr guten tiergerechten Tierhaltung und zoologischen Betreuung als TOP-Tierpark ausgezeichnet, muss nun wegen erheblicher Haltungs-, Bau- und Sicherheitsmängel schließen. Dieser Fall beweist selbst, dass eine solche Auszeichnung nur eine große Täuschung und ein Betrug sein kann. Skandalös hierbei ist zudem, dass ein solcher landesweiter Betrug an Touristen und Bürgern auch noch mit Steuergeldern des Bundes, der Länder und der EU finanziert wird. Dass lokale Behörden über so viele Jahre das Treiben im Wildpark geduldet haben und offensichtlich untätig blieben, ist nur ein weiteres Kapitel der Absurditäten. Traurig ist, dass wieder einmal die Tiere die eigentlich Leidtragenden sind.", so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

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