Beschneidung international wiederholt auf der Tagesordnung - Österreich unter Zugzwang

Wien (OTS) - Die Initiative "Religion ist Privatsache" begrüßt die im Rahmen der letzten Teilsitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates verabschiedeten Empfehlung, das Kindesrecht auf körperliche Unversehrtheit verstärkt zu schützen und die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen auf den Prüfstand zu stellen. Insbesondere in diesem Bereich ortet die Initiative eklatanten Nachholbedarf auch seitens des österreichischen Gesetzgebers. Laut Initiative-Sprecher Eytan Reif wird in Österreich das Kindesrecht auf körperliche Unversehrtheit "mit Füßen getreten, wenn immer dieses den Interessen der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften entgegensteht". "Die jüngste Empfehlung dürfe nicht ignoriert und die legislativen Rahmenbedingungen endlich an das 21. Jahrhundert angepasst werden" sagt Reif, der an die künftige Regierung den Appell richtet, "sich von der mächtigen Lobby der Religionsgemeinschaften nicht erpressen zu lassen und das derzeit herrschende juristische schwarze Loch ausschließlich im Sinne der Kinder zu schließen. Die religiös motivierte Genitalverstümmelung von Jungen kann nämlich mit der religiösen Überzeugung ihrer Eltern nicht gerechtfertigt werden".

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