Buddhistische Ethik vermittelt ein anderes Tierbild

Tiere sind fühlende Wesen, behandeln wir sie auch als solche!

Wien (OTS) - "Als Mensch geboren zu sein beinhaltet nicht das Recht, Tiere als minderwertige Existenzen oder gar als Dinge zu betrachten. Im Gegenteil. Als Mensch geboren zu sein begründet die Pflicht, Tiere als fühlende Wesen in ihrem Empfinden von Freud und Leid anzuerkennen und zu respektieren. Es ist dabei im ersten Schritt unerheblich, ab welcher Entwicklungsstufe der Tiergattungen diese Empfindungen sich zu differenzieren beginnen. Es gehört zu den Voraussetzungen einer guten Zukunft, den Tieren ihren wahren Platz zu gewähren und zu erkennen, dass der Mensch sich von den Tieren der höheren Entwicklungsstufen nur durch seine komplexere Reflexionsfähigkeit unterscheidet. Diese begründet aber sicher kein Recht zur Ausbeutung, sondern eine Verpflichtung, im Verhalten zu Anderen mit Weisheit und Mitgefühl zu agieren", sagt Gerhard Weißgrab, der Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft. "Ein Verhalten, das von Weisheit und Mitgefühl geprägt ist, begründet auch einen anderen Umgang mit allen fühlenden Wesen und trennt hier nicht zwischen Mensch und Tier. Gleichzeitig wird dadurch auch eine falsche Vermenschlichung der Tiere verhindert. Wir sollten uns auch der falschen Inhalte so mancher Sager im Alltag bewusst werden, wenn wir zum Beispiel etwas als "humanes Schlachten" oder als "tierisch grausam" bezeichnen. Schauen wir doch einmal genau hin. Ist es wirklich so, wie manche Alltagsfloskeln es uns glauben machen wollen?

Viele Entwicklungen in der heutigen Zeit gehen schon in die richtige Richtung und viel Bewusstsein für das fühlende Mit-Wesen Tier ist bereits entstanden. Trotzdem stehen wir aber erst am Beginn und haben noch einen langen und schwierigen Weg vor uns. Wir sollen erkennen, dass der mitfühlende Umgang mit Mensch und Tier die Grundlage einer gemeinsamen glücklichen Zukunft ist. In diesem Sinne möchte ich auch den vielen Menschen, die in zahlreichen Organisationen eine extrem wichtige Arbeit für den Schutz der Tiere leisten, meinen großen Respekt und meine Dankbarkeit übermitteln. Ihre Arbeit zählt mit zu den wichtigen Leistungen für eine lebenswerte gemeinsame Zukunft aller" führt Weißgrab weiter aus.

Möge das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit allen fühlenden Wesen in unserer Welt rasch wachsen und daher viel Leid gemildert werden oder erst gar nicht entstehen. Mögen alle fühlenden Wesen glücklich sein!

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