Harsche Kritik von Ex-ÖVP-General Ferdinand Maier am ÖVP-Wahlkampf und dessen Ergebnis:

"Unprofessionell bis zur Selbstaufgabe"

Wien (OTS) - In der morgen Donnerstag erscheinenden jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS übt der ehemalige ÖVP-Generalsekretär und langjährige Wiener Parlamentarier Ferdinand Maier scharfe Kritik am Wahlkampf der Spindelegger-ÖVP: "Die Entscheidung der ÖVP, diesen Wahlkampf auf die Stammwähler zu reduzieren, bedeutete die Selbstaufgabe." Der ÖVP-Slogan "Michael Spindelegger. Willkommen Zukunft" sei nichtssagend gewesen, die Wahlkampagne der von der ÖVP engagierten Agentur unglücklich, primitiv und unprofessionell: "Das war ein Beitrag für ein Nichtwähler-Programm."

Zudem macht Maier auf das strukturelle Hauptproblem der ÖVP aufmerksam: Die Partei sei verengt, öffne sich nicht: "Ich leide darunter, dass Teile des BZÖ um Josef Bucher eine Gruppierung ist, die auch in der ÖVP hätte Platz haben können. Die Neos sind eine Gruppe von jüngeren Leuten, die alle miteinander aus der ÖVP kommen. Die Partei hat es nicht geschafft, so offen zu bleiben, um beispielsweise die Neos hereinzuholen." Wenn man so weitermache, drohe spätestens 2018 der Absturz: "Wegen der Saft-, Zahn- und Kraftlosigkeit, der Ideenlosigkeit der Führungsmannschaft. Es herrscht dumpfes Funktionärsdenken, kein weltoffenes, zukunftsorientiertes strategisches Denken."

Maiers spektakulärer Vorschlag, wie anders und besser regiert werden könnte: Die Große Koalition möge Konstruktionen schaffen, "wo Grüne und Neos etwa in der Form von Staatssekretariaten für Europafragen und Pensionssicherung" mit von der Partie sein sollten.

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