NR-Wahl: Innenministerin gab Ergebnis erstmals im Parlament bekannt

Sechs Parteien schaffen Einzug in den Nationalrat

Wien (PK) - Gegen 14.30 Uhr wurde es zum ersten Mal spannend im Parlament. Die Austria Presse Agentur (APA) schickte, versehen mit Sperrfrist 17.00 Uhr, eine erste Hochrechnung der ARGE Wahlen zu den Nationalratswahlen 2013 über ihr Netz. Noch war die Zahl der interessierten BeobachterInnen, die über den APA-Schirm in der Säulenhalle die ersten Gemeindeergebnisse verfolgten, begrenzt, das sollte sich im Laufe des Nachmittags und des Abends aber rasch ändern.

Wahltag im Hohen Haus. Nach der erfolgreichen Premiere vor fünf Jahren wurde das Parlament auch heuer wieder zum Zentrum der Berichterstattung über die Nationalratswahlen. Jenes Haus, das für die gewählten Abgeordneten in den nächsten Jahren Arbeitsmittelpunkt sein wird, gleicht einem Bienenstock. Der ORF hat in der Säulenhalle eine Wahlarena aufgebaut und gleich daneben, im Abgeordneten-Sprechzimmer, ein Studio für die so genannte Elefantenrunde eingerichtet. Um 20.15 Uhr wurde von hier die Diskussion der SpitzenkandidatInnen bzw. der Klubobleute der künftig im Parlament vertretenen Parteien übertragen. ATV sendet schon seit dem Nachmittag direkt aus dem Budgetsaal. Auch andere Fernseh- und Radiostationen haben ihre Zelte im Parlament aufgeschlagen.

Herzstück der Wahlberichterstattung ist das neben der Säulenhalle im Lokal VIII eingerichtete internationale Pressezentrum. Nationalen und internationalen JournalistInnen steht hier Equipment zur Verfügung, um rasch über die Wahlen berichten zu können. Dass die Technik funktioniert und auch sonst alles reibungslos über die Bühne geht, dafür haben in den vergangenen Tagen Dutzende Personen gesorgt, von den MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion bis hin zum Bundespressedienst.

Als erste der Parteien, die bundesweit zu den Wahlen angetreten sind, lassen sich die Piraten im Hohen Haus blicken. Aber auch der eine oder andere Nationalratsabgeordnete mischt sich bereits am frühen Nachmittag unter die MedienberichterstatterInnen. Später kommen neben den SpitzenkandidatInnen auch mehrere MinisterInnen und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hinzu. Bis zu 700 BeobachterInnen sind zeitweilig im Parlament.

Gegen 21 Uhr ist es schließlich soweit. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner gibt das vorläufige amtliche Endergebnis der Nationalratswahl 2013 in der Säulenhalle bekannt. Kommt es durch die Auszählung der Briefwahl- und Wahlkartenstimmen zu keinen gravierenden Änderungen mehr, sind im neu gewählten Nationalrat insgesamt sechs Parteien vertreten: Neben SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen ist es sowohl dem Team Stronach als auch den NEOS gelungen, die Vier-Prozent-Hürde zu überspringen.

Die künftige Mandatsverteilung im Nationalrat nach derzeitigem Stand (ohne Briefwahl- und Wahlkartenstimmen): SPÖ 53 (-4), ÖVP 46 (-5), FPÖ 42 (+8), Grüne 22 (+2), Team Stronach 11, NEOS 9. (Schluss) gs

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