Wissenstransferzentren: ÖPUK fordert Einbindung der Privatuniversitäten

Wien (OTS) - Die Österreichische Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK) nimmt zur geplanten Ausschreibung und Dotierung von Wissenstransferzentren des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jungend wie folgt Stellung:

Die ÖPUK begrüßt grundsätzlich die Einrichtung von Wissenstransferzentren, übt zugleich aber auch scharfe Kritik an den vorgestellten Plänen. "Mit großer Verwundung müssen wir feststellen, dass der zuständige Wissenschaftsminister neben den Fachhochschulen auch die Privatuniversitäten nicht berücksichtig hat. Wenn es um die Stärkung der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung geht, bedarf es eines gemeinsamen Vorgehens des gesamten tertiären Bildungssektors. Daher fordern wir nachdrücklich auch die Einbindung der Privatuniversitäten als dritte Säule des österreichischen Hochschulsektors bei den Wissenstransferzentren ein", so Karl Wöber, Präsident der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz.

Privatuniversitäten leisten wichtige Grundlagenforschung

Die Förderung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie Maßnahmen zur Belebung des Wissenstransfers sind wichtig für die Entwicklung des gesamten Hochschulraums in Österreich. Präsident Wöber verweist dabei insbesondere auf die große Bedeutung der Grundlagenforschung an den österreichischen Privatuniversitäten. "Allein an der MODUL University Vienna Privatuniversität sind wir aktuell an FWF-, FFG- und EU-geförderten Forschungsprojekten im Umfang von mehr als 21 Millionen Euro beteiligt. Ein ähnliches Ausmaß an Forschungsaktivitäten gibt es auch an anderen der insgesamt 11 Privatuniversitäten in Österreich. Es wäre unverständlich und eine vergebene Chance für die österreichische Wirtschaft, wenn Minister Töchterle auf einen Wissenstransfer von Privatuniversitäten zur Wirtschaft verzichten will", ergänzt Wöber.

Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Österreich nur gemeinsam möglich

Die Nichtberücksichtigung der Privatuniversitäten in den vorgestellten Plänen wirft ferner die Frage auf, wie es um die Wahrnehmung des privaten tertiären Bildungssektors insgesamt bestellt ist. Im Sinne einer ganzheitlichen Stärkung des heimischen Wissenschafts- und Forschungsstandortes hält die ÖPUK die Einbeziehung des privaten tertiären Bildungssektors bei den Wissenstransferzentren für sinnvoll und zielführend. Dies zumal der tertiäre Sektor in Österreich ein dynamisches System ist, in dem ständig neue, sowohl den öffentlichen als auch privaten Bereich betreffende Entscheidungen gefällt werden müssen.

Rückfragen & Kontakt:

Prof. Karl Wöber
Präsident der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK)
Rektor der MODUL University Vienna
karl.woeber@modul.ac.at
Tel.: +43/664/8463916

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