ORF III über die Kreisky-Ära am "zeit.geschichte"-Samstag und einem "Tutto Verdi"-Sonntag unter dem Motto "Rache und Reue"

Am 28. und 29. September im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - In die bewegten 1960er und 1970er Jahre Österreichs führen am Samstag, dem 28. September 2013, die beiden verbleibenden Teile der von Andreas Novak konzipierten Zeitgeschichte-Serie "Jahrzehnte in Rot-Weiß-Rot", die die Alltags-, Politik- und Gesellschaftsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte behandelt, vom Aufbruch aus den Trümmern zum modernen Wohlfahrtsstaat und den Kreisky-Jahren.

"Die 60er Jahre" von Robert Gokl schildern um 20.15 Uhr die Zeit der Wirtschaftswunderjahre, des Aufschwungs und der Technologieschübe. Wichtige Themen sind die gedankliche Abkehr von den Kriegsgräueln, der Streit um die Thronverzichtserklärung von Otto Habsburg, der Prager Frühling sowie die Studentenrevolten der 68er-Generation. Der Abschluss der Trilogie, "Die 70er Jahre" von Peter Liska um 21.10 Uhr, setzt hier nahtlos an: Die frühen 1970er sind geprägt von den Nachwirkungen des Aufstandes der Jungen gegen die Ideale der Vätergeneration. 1970 wird Bruno Kreisky, ein Sozialist und vertriebener Jude, Bundeskanzler, er nutzt die Aufbruchsstimmung, will den Heimatbegriff aus der provinziellen Enge holen, das Land öffnen, durchlüften, die Österreicher sollen sich auch als Europäer fühlen.

Mit ebenjenem prägenden Politiker der 1970er Jahre beschäftigt sich auch die Dokumentation im Anschluss um 22.05 Uhr: "Bruno Kreisky. Politik und Leidenschaft". Bruno Kreisky - Altösterreicher, Großeuropäer, Weltbürger, Staatsmann. Er zählt zu den bedeutenden Österreichern des 20. Jahrhunderts, die Weltgeltung zu ihren Lebzeiten erreicht haben - wie Sigmund Freud, Arnold Schönberg oder Karl Popper. Wie kaum ein anderer Staatsmann der jüngeren Vergangenheit hat Kreisky tiefe Bewunderung und schroffe Ablehnung auf sich gezogen. Der Film von Helene Maimann zeigt Kreisky in fünf Stationen seines Lebens, in denen er Richtungen vorgegeben und Entscheidungen gefällt hat - darunter auch solche, die er später zurücknahm.

"Tutto Verdi" - Teil 3

Am Sonntag, dem 29. September, lädt Opernspezialistin Barbara Rett zum dritten "Tutto Verdi"-Sonntag, diesmal unter dem Motto "Rache und Reue" mit so großartigen und berühmten Opern wie "Aida" und "Troubadour" im Hauptabend.

10.25 Uhr: Oberto
Teatro Verdi di Busseto 2007
Dirigent: Antonello Allemandi, Regie: Pierluigi Pier'Alli
Mit Fabio Sartori, Francesca Sassu, Giorgia Bertagni, Giovanni Battista Parodi

12.30 Uhr: Stiffelio
Teatro Regio di Parma 2012
Dirigent: Andrea Battistoni, Regie: Guy Montavon
Mit Roberto Aronica, Cosimo Vassallo, Gabriele Mangione

14.30 Uhr: La forza del destino
Teatro Regio di Parma 2011
Dirigent: Gianluigi Gelmetti, Regie: Stefano Poda
Mit Roberto Scandiuzzi, Dimitra Theodossiou, Aquiles Machado

17.35 Uhr: Macbeth
Teatro Regio di Parma 2006
Dirigent: Bruno Bartoletti, Regie: Liliana Cavani
Mit Leo Nucci, Sylvie Valayre, Davide Ronzoni, Enrico Giuseppe Iori, Enrico Turco

20.15 Uhr: Aida
Teatro Regio di Parma 2012
Dirigent: Antonino Fogliani, Regie: Joseph Franconi Lee
Mit Carlo Malinverno, Mariana Pentcheva, Walter Fraccaro, Susanna Branchini

22.55 Uhr: Il trovatore
Teatro Regio di Parma 2010
Dirigent: Yuri Temirkanov, Regie: Lorenzo Mariani
Mit Marcelo Álvarez, Claudio Sgura, Cristina Giannelli

Nächste Woche, Sonntag, 6. Oktober, folgt ein weiterer intensiver Verdi-Tag unter dem Motto "Leidenschaft und Liebe", u. a. mit "La Traviata" und "Otello". Am Sonntag darauf, am 13. Oktober, präsentiert Barbara Rett dann das große Finale des "Tutto Verdi"-Schwerpunkts mit dem genialen Alterswerk "Falstaff" sowie dem - den Opern eng verwandten - Requiem.

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