Darabos: Warnung vor "Schwarz-Blau-Stronach" und politischem Chaos

"Österreich braucht keine politischen Experimente, sondern einen Kurs der Stabilität und des Ausgleichs"

Wien (OTS/SK) - Ein erstes Resümee über den zu Ende gehenden Wahlkampf zog SPÖ-Bundesgeschäftsführer Nobert Darabos in einer Pressekonferenz am Freitag. Der Wahlkampf sei für die SPÖ "gut gelaufen", die SPÖ habe als einzige Partei einen positiven Wahlkampf mit Inhalten und Zukunftskonzepten geführt und man werde auch die nächsten zwei Tage um jede Stimme kämpfen. Darabos nahm die Pressekonferenz auch zum Anlass, die SPÖ-Warnung vor Schwarz-Blau bzw. Schwarz-Blau-Stronach zu bekräftigen und verwies auf aktuelle Aussagen in diese Richtung, etwa von FP-Strache. "Die SPÖ will klare Verhältnisse und kein Chaos. Jede Stimme auch für Kleinparteien kann dem Land Stabilität kosten", betonte er. ****

Dass die Warnung vor Schwarz-Blau bzw. Schwarz-Blau-Stronach unrealistisch sei, wie manchmal behauptet wird, widerlegte Darabos mit Aussagen von FP-Strache und VP-Spindelegger. Erst vor zwei Tagen habe Strache ganz offen gesagt, dass er eine Regierung ohne SPÖ unterstützen würde. Eine solche wäre eine "Regierung der sozialen Kälte", ein Rückfall in die Zeit ab 2000 mit höchster Arbeitslosigkeit trotz Hochkonjunktur, höchsten Belastungen für niedrige Einkommen und Ausverkauf von öffentlichem Eigentum, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Ziel der SPÖ sei, zuzulegen, bekräftigte Darabos sein Wahlziel und zog ein positives erstes Resümee: "Selten ist ein Wahlkampf so dominiert worden von Themen, die vor allem der SPÖ zugeordnet werden bzw. wo der SPÖ die höchste Kompetenz zugesprochen wird", sagte Darabos und nannte die Themen Arbeitsplätze, Soziales, Bildung, Wohnen und Gesundheit.

Auf allen Ebenen seien die Funktionäre unermüdlich für die SPÖ unterwegs - allen voran Kanzler Faymann, der in diesen Wochen rund 15.000 Kilometer zurückgelegt, tausende Menschen getroffen hat und an acht TV-Konfrontationen und weiteren Diskussionsrunden teilgenommen hat. Die SPÖ stehe für klare Verhältnisse, Kanzler und Spitzenkandidat Werner Faymann habe gezeigt, dass er das Land führen kann - "Österreich braucht keine politischen Experimente, sondern einen Kurs der Stabilität und des Ausgleichs".

Diffamierung gegen SPÖ mit Türhänger - Darabos übt scharfe Kritik an Diffamierung und fordert Distanzierung

Als "traurigen Tiefpunkt" der Wahlauseinandersetzung bezeichnete Darabos eine aktuelle Wahlkampf-Aktion. Dabei wurden Türhänger verteilt, die im Sujet der SPÖ gestaltet sind, kein Impressum haben und mit falschen Behauptungen die SPÖ diffamieren sollen. Auf den Türhängern wird behauptet, die SPÖ wolle "die Eheringe der Großeltern" oder "geliebte Erinnerungen an die Eltern" versteuern. Sollte diese Aktion von der ÖVP oder einer Teilorganisation kommen, müsse sich Spindelegger umgehend distanzieren. Dieser Stil sei moralisch bedenklich, "unwürdig" und zeuge von "massiver Nervosität", konstatierte Darabos. (Schluss) ah

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